Zahnarzt mit Röntgenaufnahme: Mehr als 300 Zahnzusatztarife sind derzeit auf dem Markt. Foto: Unsplash.com

Auf den Zahn gefühlt

Was bei Zahnzusatztarifen zu beachten ist

Als Steffen Lehmann sich vor 15 Jahren im Alter von 35 zu einer dreijährigen kieferorthopädischen Behandlung entschloss, empfahl ihm seine Zahnärztin zuvor den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung. Die übernahm zwar weder die Kosten der festen Spange noch der quartalsweise nötigen Zahnreinigung, aber dennoch sparte der Hamburger.

Denn in den folgenden zehn Jahren waren mehrere Kronen, Inlays und sogar ein Implantat nötig, und den Großteil der Kosten übernahm die private Zusatzversicherung. Das Gebiss ist nun saniert, der Versicherungsbeitrag gestiegen und Lehmann überlegt, ob er weiter mehr als 40 Euro im Monat für seine Zahnabsicherung ausgeben möchte.

Mehr als 16 Millionen Deutsche haben wie Lehmann eine private Zahnzusatzversicherung, die Abschlusszahlen sind in den vergangenen zehn Jahren (siehe Grafik unten) stetig gestiegen. Das verwundert nicht, denn beim Zahnarztbesuch werden Patienten mit den Kosten von Eigenanteilen konfrontiert.

Sie realisieren schnell, dass sich eine Zusatzversicherung lohnen kann. Denn die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bieten nur eine Grundversorgung über einen befundbezogenen Festzuschuss. Dieser erhöht sich leicht, wenn jährliche Zahnarzt-Checks über das Bonusheft nachgewiesen werden. Bei fünf Jahren ohne verpassten Check werden ab Oktober 2020 70 Prozent übernommen, bei zehn Jahren 75 Prozent.

Allerdings übernimmt die Kasse nur Anteile von dem, was wirtschaftlich, notwendig, zweckmäßig und ausreichend im Sinne des GKV-Leistungskataloges ist. Das kann bei Seitenzähnen eine Krone oder Brücke aus Metall sein oder eine herausnehmbare Teilprothese, falls mehrere Zähne fehlen.

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