Die Bafin fühle sich der Aufgabe einer Vermittler-Aufsicht gewachsen, erklärte Bafin-Exekutivdirektorin Elisabeth Roegele. | © Bafin Foto: Bafin

Bafin-Exekutivdirektorin zuversichtlich

Vermittler-Aufsicht Respekt gebietend, aber zu schaffen

Die Debatte um die Übertragung der Aufsicht über Finanzanlagenvermittler auf die Bafin geht weiter. Das Bundesfinanzministerium hat nach Informationen der Börsen-Zeitung den überarbeiteten Entwurf der Novelle für das Kabinett in der nächsten Woche angemeldet. Letzte Abstimmungen dazu laufen noch.

Bafin-Exekutivdirektorin Elisabeth Roegele sieht ihre Behörde der Aufgabe gewachsen. Die große Anzahl von bis zu 38.000 zusätzlich zu Beaufsichtigenden sei zwar Respekt gebietend, zitiert die Börsen-Zeitung aus der Rede Roegeles beim 13. Finanzplatztag der WM-Gruppe in Frankfurt. Sie sei aber zuversichtlich, dass „wir auch diese Aufgabe mit dem entsprechenden Engagement übernehmen und umsetzen werden".

Die Diskussion zieht sich bereits seit längerer Zeit hin. Sowohl seitens der Opposition als auch aus der Koalition selbst werden Zweifel am geplanten Aufsichtswechsel laut. So schoss in einer Kabinettssitzung im Februar der CDU-Politiker Carsten Brodesser quer und warf einen Gegenvorschlag in den Raum. Demnach soll die operative Aufsicht weiterhin bei den Industrie- und Handelskammern (IHKn) verbleiben, während die Bafin eine Art Oberaufsicht übernehmen würde (DAS INVESTMENT berichtete). 

AfW-Vorstand Norman Wirth begrüßte den Vorschlag. Denn wie andere Vermittlerverbände auch bezweifelt der AfW die Fähigkeit der Finanzbehörde, eine angemessene Überwachung der rund 38.000 in Deutschland registrierten Vermittler sicherstellen zu können.

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