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Berliner Stiftung verkauft vermeintliches Edelmetall

Fast 6.000 Anleger fürchten um ihre Goldbarren

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Eigentlich hat die Bundesagentur für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die Geschäfte der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF-Stiftung) wegen eines ganz anderen Verdachts verboten. Weil sie das Treiben der Stiftung für Einlagengeschäfte hielt, für die die Organisation keine Erlaubnis hat, zogen sie Ende Februar die Reißleine und verboten der Stiftung das Geschäft.

Jetzt kommt raus: Die Goldbarren, die die Stiftung an die Anleger verkaufte und bei sich verwahrte, um damit die vereinbarte Rendite zu erwirtschaften, sind offenbar zum Teil gar nicht echt, berichtet die Faz. Eigentlich sollten in einem Tresor unter einer Berliner Villa vier Tonnen Gold im Wert von mehr als 140 Millionen Euro lagern. Stattdessen fanden Ermittler zum Teil nur goldfarbene Gegenstände aus Metall. Einige der vermeintlichen Barren sahen aus wie Schokoladentafeln. Andere wogen statt der eingeprägten fünf nur 2,1 Kilogramm.

Damit müssen die Anleger nun um ihr investiertes Geld bangen. Denn wo weniger echtes Gold existiert, wird es womöglich schwierig die etwa 6.000 betroffenen Anleger auszuzahlen. Sie sollen der BWF-Stiftung zusammen rund 57 Millionen Euro anvertraut haben. Laut der Faz soll der zuständige Insolvenzverwalter die Betroffenen angeschrieben haben. Man könne den Anlegern wenig Hoffnung machen, dass sie schnell an ihr Geld kämen, zitiert die Zeitung den Rechtsanwalt Georg Bernsau, den die Bafin mit der Abwicklung der Geschäfte betraut hat. Anleger könnten sich auch an die Vermittler und Versicherungsvertreter wenden, die ihnen die Anlagen vermittelt haben, rät ein Anwalt, der Geschädigte vertritt.

Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen Untreue und gewerbsmäßigen Anlagebetrugs. Die Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF-Stiftung) ist in Trägerschaft des Vereins Bund deutscher Treuhandstiftungen aus Köln.

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