Börsenweisheit Den Sommer am besten meiden, oder nicht?

Ein Börsenhändler an der Frankfurter Börse. Im Hintergund bewegt sich der Dax zum Tiefpunkt des Tages. Foto: Getty Images

Ein Börsenhändler an der Frankfurter Börse. Im Hintergund bewegt sich der Dax zum Tiefpunkt des Tages. Foto: Getty Images

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Nun haben wir Mai. Einen Monat, für den es den schönen klassischen Börsenspruch „Sell in May and go away" gibt. Jedes Jahr taucht diese Börsenweisheit auf und so mancher Anleger kommt wieder ins Grübeln – soll ich, soll ich nicht? Wagen wir daher speziell für den Dax einen Rückblick, der aufzeigen soll, ob der Verkauf im Mai richtig war:

Die Börsenweisheit besagt, dass sich Anleger spätestens im Mai von Aktien trennen und erst nach der Sommerpause wieder einsteigen sollen. Demnach fehlen im Sommer wichtige Impulse und die Wahrscheinlichkeit einer Flaute oder eines Ausverkaufs der Märkte ist demzufolge höher.

Letztes Jahr wäre es sinnvoll gewesen, Ende Mai aus dem Markt zu gehen. Ein Minus von 15 Prozent stand Ende September zu Buche. Die letzten fünf Jahre war der Börsenspruch aber kein falscher Ratgeber. Im Durchschnitt betrugen die Verluste im Dax 5 Prozent.

Was ist dran an dieser Geschichte?

Nimmt man den deutschen Aktienindex Dax seit 1964, dann zeigt sich tatsächlich das Bild einer Underperformance in den Sommermonaten:

Historisch gesehen ist dabei der Mai der Monat mit der drittschlechtesten durchschnittlichen Wertentwicklung am Aktienmarkt. Nur der August und der September sehen mit einem durchschnittlichen Minus von 0,8 beziehungsweise 1,9 Prozent noch schlechter aus! Somit lässt sich die latente Angst und diese Börsenweisheit in der Tat nicht einfach beiseiteschieben.