Die große Statistik Wie stark Einzelteile mit dem Gesamtmarkt mitschwingen

Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Rohrlager in Tscheljabinsk: Russische Aktien kommen mit einem enorm hohen Betafaktor einher | © Getty Images

Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Rohrlager in Tscheljabinsk: Russische Aktien kommen mit einem enorm hohen Betafaktor einher Foto: Getty Images

Im Grunde ist es ganz einfach: Steigen oder fallen eine Anlage und der Gesamtmarkt genau im Gleichschritt, ergibt das einen Betafaktor von 1. Liegt er darunter, bleibt die Anlage in jede Richtung immer etwas zurück. Liegt er über 1, hat die Anlage sozusagen mehr Schmackes als der Markt.

Nur welche Betafaktoren bringen wichtige Marktsegmente mit sich? Und wie hoch sind sie – getrennt betrachtet – für Aufwärts- und Abwärtsbewegungen? Sven Lehmann, Manager des HQT Global Quality Dividend (ISIN: LU1499563440), hat für die Jahre 1995 bis 2019 ausgerechnet, wie hoch die Betafaktoren der wichtigsten Industrieländer, Entwicklungsländer und Sektoren ist, wenn der Markt steigt oder fällt.

Seine Erkenntnisse (wobei er kurz und knapp und ans Englische angelehnt nur von „Beta“ schreibt):

  • Das höchste Beta weisen neben etlichen Entwicklungsländern vor allem der Technologie- und Banken-Sektor auf. Bei Finnland kommt beides zusammen.
  • Ein niedriges Beta haben Länder wie die Schweiz oder Japan sowie die Versorger und Telecoms.
  • In Abwärtsphasen haben viele Sektoren ein niedriges Beta.
  • In aller Regel geht ein hohes Beta-Upside mit einem hohen Beta-Downside einher: Ein Land oder Sektor, der im Aufschwung schneller steigt als der Markt, verliert im Abschwung zumeist auch schneller.
  • Das Beta eines Landes oder Sektors kann sich ändern: Vor einigen Jahren haben Telekom-Aktien noch zu den High-Beta-Werten gehört.

Die große Übersicht finden Sie auf der folgenden Grafik (die Sie hier vergrößern können).