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Disruption im Online-Einzelhandel Die Großen werden noch größer

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Absehbar ist: Die Verbraucherakzeptanz des digitalen Shoppings wird steigen. Dadurch dürften die großen digitalen Handelsplattformen profitieren – vor allem in den Sortimentsbereichen Nahrungsmittel und Konsumgüter. Auf diese beiden Bereiche entfallen derzeit ein Drittel aller Einzelhandelsumsätze. Doch derzeit ist noch Luft nach oben. Der aufstrebende E-Commerce wird sich immer neue Geschäftsbereiche erschließen – nicht zuletzt aufgrund von Digitalisierung, Automatisierung und des Einsatzes von Algorithmen zur Verbesserung der Kundenerfahrung.

Die aufstrebenden, vertikal integrierten Händler Alibaba und Amazon zahlen erfolgreich auf diesen Trend ein. Weil der Markt der großen Player sich rasant entwickelt, investieren Fonds wie der Invesco Global Consumer Trends Fund in die beiden Online-Handelsriesen.

Was Alibaba und Amazon besser können als andere

- Alibaba ist der mit Abstand führende Online-Händler Chinas. Obgleich die chinesische Wirtschaft in den letzten Jahren schwächelte, dürfte der Internet-Pure-Player langfristig seine starke Wettbewerbsposition weiter ausbauen. Entsprechend ist der Consumer Trends Fund gegenüber dem MSCI World Consumer Discretionary Index in China sogar übergewichtet. Tatsächlich entfällt ein großer Teil dieser Übergewichtung auf binnenorientierte Unternehmen wie Alibaba. Bislang ist das Unternehmen mit Sitz in Hangzhou nur schwach von Handelsproblemen betroffen. Kurzfristig wird es jedoch unter der schwächeren Binnenwirtschaft Chinas zu leiden haben.

- Amazon ist mit Blick auf die Kundenorientierung wegweisend. Das wachsende Produktangebot, bequeme Bestell- und Rückgabewege sowie das Kundenbindungsprogramm Prime sorgen für einen ausgeprägt treuen Klientenstamm. Die Zahl der Prime-Mitgliedschaften ist im Vorjahresvergleich sogar gestiegen – und damit die Kundenloyalität. Dies wirkt sich günstig auf die Umsätze aus.

- 2017 übernahm Amazon die Bio-Supermarktkette Whole Foods, die sich seitdem scheinbar kaum verändert hat. Durch die Übernahme greift Amazon auf wertvolle Informationen zurück – umfangreiche Daten über Kaufverhaltensmuster im Lebensmittelbereich. Außerdem betreibt der Amazon jetzt einen Lebensmittelvertrieb in unmittelbarer Reichweite seiner Prime-Mitglieder. Erklärtes Ziel des Handels-Primus: die Kauffrequenz durch die schnell drehenden Nahrungsmittel weiter zu erhöhen.

Fazit: Große Online-Händler sind gut für die Zukunft positioniert

Das Potenzial der großen E-Commerce-Anbieter als Handelsplattformen mit sukzessive weiteren Konsum- und Lebensmittelsegmenten ist längst noch nicht ausgeschöpft und wird auch mittelfristig stark weiter wachsen.

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