Fondsmanager mit Bezug zu Gold (von links): Martin Siegel, Stabilitas; Nico Baumbach, Hansainvest; Benjamin Louvet, Ofi Asset Management | © Stabilitas, Hansainvest, Ofi AM Foto: Stabilitas, Hansainvest, Ofi AM

Drei Experten über Gold

Wie es mit dem Goldpreis nach dem jüngsten Rückschlag weitergeht

Martin Siegel, Geschäftsführer bei Stabilitas und Manager des Stabilitas-Pacific Gold+Metals (ISIN: LU0290140358)

Der Edelmetallsektor entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Der Goldpreis ist gegenüber dem Vormonat zwar um 0,3 Prozent gesunken, jedoch beendete er den Monat August immerhin mit 1.968 US-Dollar pro Feinunze. Besser entwickelte sich zuletzt der Preis für Silber. Dieser stieg im abgelaufenen Monat um 20 Prozent und lag am Monatsende bei 28,80 US-Dollar pro Feinunze. Insgesamt befindet sich der Edelmetallsektor weiterhin in einem deutlichen Aufwärtstrend. Der sprunghafte Anstieg bei Silber bestätigt den Trend eines zunehmenden Engagements von spekulativer orientierten Anlegern im Edelmetallsektor.

Auch die Preise für Platin und Palladium sind im August im Vergleich zum Vormonat weiter gestiegen. Der Platinpreis etwa stieg um 3,1 Prozent und lag am Monatsende bei 934 US-Dollar pro Feinunze. Palladium stieg gegenüber dem Vormonat um 7,5 Prozent und beendete den Monat bei 2.252 US-Dollar pro Feinunze. Platin und Palladium werden vom positiven Trend bei Gold und Silber mitgerissen und profitieren ebenfalls von den positiveren Konjunkturerwartungen der Investoren.

Die Aktien der Minengesellschaften entwickelten sich im August uneinheitlich und befinden sich nach den Gewinnen der Vormonate in einer Konsolidierung.

Bei den Basismetallen stiegen im August vor allem die Preise für Blei (plus 5,4 Prozent, 1.943 US-Dollar) und Kupfer (plus 4,3 Prozent, 6.728 US-Dollar) weiter. Aber auch Aluminium (plus 5,1 Prozent, 1.801 US-Dollar), Zink (plus 9,6 Prozent, 2.530 US-Dollar) und Nickel (plus 12,1 Prozent, 15.414 US-Dollar) haben sich im abgelaufenen Monat weiter verteuert. Die stetig starke Nachfrage bei Basismetallen im August verdeutlicht die gewachsene Zuversicht der Investoren in eine deutlich schnellere Erholung der Weltwirtschaft als noch vor einigen Wochen vermutet. Neben dem Kupfer, das auf einem Zweijahreshoch notiert, sind mittlerweile auch die Preise für Blei, Nickel und Zink über das Vor-Corona-Niveau gestiegen.

Auch Brent-Öl hat sich weiter verteuert. Der Ölpreis ist im August um 3,8 Prozent gestiegen und beendete den Monat bei einem Preis von 45,28 US-Dollar pro Barrel. Der gestiegene Ölpreis ist ein weiterer Indikator für ein positiveres weltwirtschaftliches Umfeld.

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