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44 Fonds im Crashtest Drei Top-Fonds für britische Aktien

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Wie es der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich beim BNY Mellon UK Opportunities um ein vergleichsweise konzentriertes Portfolio, das sich an keinem Index orientiert und die besten Ideen des gesamten Teams bündelt. Die Anzahl der enthaltenen Aktien variiert zwischen 30 und 50, während es beim BNY Mellon UK Equity in der Regel 50 bis 70 und beim BNY Mellon UK Income 40 bis 60 Positionen sind. Gleich drei Unternehmen gehören derzeit bei allen drei Fonds zu den Top Ten: der Energie-Multi Royal Dutch Shell, der Getränke-Hersteller Diageo und der Medienkonzern RELX.

Die entscheidenden Siegpunkte holten alle drei BNY-Mellon-Fonds im mittleren Teil des Crashtests, der das Risikoverhalten untersucht. So gehörten sie in punkto Volatilität und Verlustbegrenzung jeweils zu den Besten – was sicherlich auch mit der etwas breiteren Basis durch die Einbeziehung anderer Märkte zu tun hat. Vergleichsweise wenig punkten konnten dagegen in diesem Bereich ETFs auf den FTSE-100 und den FTSE-All-Share, die in den vergangenen fünf Jahren in der Spitze durchweg mehr als 20 Prozent hinter ihr zuvor markiertes Hoch zurückfielen. Der auf Dividendenaktien spezialisierte iShares UK Dividend (ISIN: IE00B0M63060) verlor im Testzeitraum zeitweise sogar mehr als 22 Prozent, während Emma Mogford den maximalen Verlust des BNY Mellon UK Income auf 12,3 Prozent begrenzen konnte. Gerade in Abwärtsphasen zeigt sich eben der Unterschied zwischen Fonds, die eher mechanisch Aktien mit der bis dato höchsten Ausschüttungsquote kaufen und solchen, die besonders verlässliche Dividendenzahler suchen.

Nicht nur die hohe Zahl von ETFs im Crashtest-Feld – insgesamt 16 von 44 Teilnehmern – ist auffällig. Sondern auch die Masse an Fonds, deren ISIN mit einem „GB“ beginnt (ebenfalls 16) und die folglich nach britischem Recht aufgelegt sind. Das könnte für deutsche Anleger unter Umständen zum Problem werden, wenn Großbritannien und die EU im Dezember 2020 nach Ende der elfmonatigen Übergangsphase ohne jedes Handelsabkommen auseinandergehen. Damit rechnet momentan jedoch niemand. Zudem haben die Verantwortlichen von BNY Mellon – deren Erfolgs-Trio betroffen wäre – bereits angekündigt, für diesen Fall den Vertrieb über Irland oder Luxemburg fortzusetzen.

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