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„Endlich öffnen Investoren ihre Brieftaschen“

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Dies geht aus der aktuellen Mai-Umfrage von Merrill Lynch hervor. Dabei wurden weltweit 220 Fondsmanager befragt, die insgesamt 617 Milliarden US-Dollar verwalten. „Endlich öffnen Investoren ihre Brieftaschen und reduzieren die Barbestände auf ein mittleres Niveau“, erklärt Michael Hartnett, der Co-Leiter für internationale Investmentstrategien bei Merrill Lynch. Dabei seien vor allem Stammaktien, zyklische Aktien und riskante Anlagen gefragt. „Dieser Massenandrang bei der Aufnahme von riskanten Anlagen – insbesondere auf Schwellenmärkten – erinnert an die spekulative Seifenblase“, so Hartnett weiter. Laut Merrill Lynch sind sieben von zehn Investoren davon überzeugt, dass sich die Weltwirtschaft innerhalb der nächsten zwölf Monate erholen wird. So haben die befragten Manager ihre Cashpositionen von durchschnittlich 4,9 auf 4,3 Prozent reduziert. Außerdem reduzierten die Investoren ihren Aktienbesitz in den relativ krisensicheren Bereichen wir Arzneimittel, Hauptkonsumgüter, Telekommunikation und Versorgung zu Gunsten von Energie-, Rohstoff-, und Industrieaktien. 46 Prozent der Befragten haben zudem verstärkt ihre Schwellenmarkt-Positionen ausgebaut. Besonders hoffnungsvoll blicken die Fondsmanager dabei auf den chinesischen Markt. „Der Optimismus in Bezug auf die chinesische Wirtschaft hat den höchsten Wert erreicht, seit China im Jahr 2003 in die Umfrage miteinbezogen wurde“, erklären die Forscher. So sind 61 Prozent aller Befragten der Meinung, dass die chinesische Wirtschaft im Aufschwung sei – im November 2008 erwarteten noch 87 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sich die chinesische Wirtschaftssituation verschlechtern würde.

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