Zukünftige US-Finanzministerin Janet Yellen Foto: imago images / ZUMA Wire

Bluebay-Investmentchef

„Euro könnte Höchststand von Anfang 2018 erreichen“

Die Renditen von Staatsanleihen sind zuletzt leicht gestiegen – auch wenn sich die Zentralbanken weiterhin bemühen dürften, sie auf niedrigem Niveau zu halten, um das Wachstum anzukurbeln.

Expansive US-Fiskalpolitik erwartet

Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein Blick auf die Rolle, die die ehemalige Vorsitzende der Fed, Janet Yellen, als künftige US-Finanzministerin spielen könnte. Yellen dürfte in den kommenden Jahren in einem Umfeld tendenziell niedriger Inflationsraten eine eher expansive Fiskalpolitik verfolgen. Über die Tragfähigkeit der Schulden muss man sich aufgrund der niedrigen Zinsen aus unserer Sicht kaum Sorgen machen.

Es scheint, dass ein solcher Ansatz auch von der Fed unterstützt würde. Daher unterschätzen die Marktteilnehmer möglicherweise den Grad der kommenden fiskalpolitischen Lockerung. Im Laufe der Zeit dürfte dies wahrscheinlich zu höheren Renditen und einer steileren Renditekurve führen.

Der Euro wird weiter steigen

An den Devisenmärkten hat die steigende Risikobereitschaft in den vergangenen Wochen zu einer Abwertung des US-Dollars geführt – ein Trend, der aus unserer Sicht anhalten könnte. Der Euro hat während der jüngsten Bewegung eine Outperformance erzielt und die 1,20-Marke gegenüber dem US-Dollar durchbrochen. Unterstützt wurde die Aufwertung durch Zuflüsse in europäische Aktien. Nun könnte er den Höchststand von 1,25 von Anfang 2018 anstreben.

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