Euro-Schuldenkrise: „Lasst uns hoffen, dass die Politiker im Gespräch bleiben“

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  1. Höhere Steuern: Da die Staaten der Eurozone Kredite nur noch mit höheren Zinsen aufnehmen können, müssen sie das Geld an anderer Stelle wieder reinholen.
  2. Selbst Bürger von wirtschaftsstarken Ländern wie Deutschland werden wegen der finanziellen Unterstützung anderer Euroländer höhere Steuern zahlen müssen.
  3. Ersparnisse werden durch steigende Inflation entwertet. Diese steigt unter anderem durch höhere Kreditkosten für Staaten und eine Ausweitung der Geldmenge. Mit letzterer werden die Kredithilfen für schwache Euroländer finanziert.
  4. Der Euro, oder was davon übrig sein wird, wird im Vergleich zu anderen Währungen stark an Wert verlieren. Dadurch importiert die Eurozone noch mehr Inflation.
  5. Immobilienpreise bleiben im Keller. Warum auch sollten internationale Investoren ihr Geld in der Eurozone anlegen, ohne zu wissen, ob diese die Schuldenkrise überlebt? Stattdessen werden sie ihr Geld in der Schweiz oder Großbritannien anlegen.
  6. Gesellschaftliche Unruhen werden zunehmen.
  7. Vom letzten Mittel internationaler Auseinandersetzungen und Zusammenbrüche, dem Krieg, sind wir noch weit entfernt. Lasst uns hoffen, dass die Politiker weiterhin im Gespräch bleiben.
  8. Die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen. Unter anderem, weil alle EU-Staaten ihren Beamtenapparat verschlanken. Ironischerweise bläht die Europäische Kommission ihre Bürokratie weiterhin auf.
  9. Mehr politische Teilnahmslosigkeit und Schwarzmarktaktivitäten folgen aus dem verlorengegangenen Vertrauen der EU-Bürger in die Gestaltungsfähigkeiten der Politik.
  10. Das Renteneintrittsalter wird erhöht. 48-jährige Rentner wie in Griechenland gehören der Vergangenheit an.
>>Zur Meldung von Here is the city

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