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Geschlossenes Straßencafé in Köln: Die EZB will mit einer Milliardenspritze helfen, den wirtschaftlichen Schaden durch das Coronavirus zu begrenzen. | © imago images / Future Image / C. Hardt Foto: imago images / Future Image / C. Hardt

Finanzprofis über 750 Milliarden Euro

„Ein weitreichender aber verantwortungsvoller Schritt der EZB“

Philippe Waechter, Chefvolkswirt der französischen Fondsgesellschaft Ostrum Asset Management (einer Tochter von Natixis IM)

Ich erwarte, dass das neue Programm die Fragmentierung in Europa verringern und die Zinssätze nach unten drücken wird. Die negativen Auswirkungen der Pandemie werden so durch die Wirtschaftspolitik der Eurozone unter der Führung der EZB eingedämmt.

Die Logik dieses Programms ist einfach. Die Staaten werden wahnsinnig viel Geld ausgeben, um die negativen Auswirkungen der Epidemie auf die Wirtschaft auszugleichen. Gleichzeitig müssen die Zinssätze niedrig bleiben, um einen finanziellen Schock sowohl für die Regierungshaushalte als auch für die Unternehmensfinanzierung zu vermeiden. Die EZB wird mit neuen Problemen konfrontiert werden, um diese zu neutralisieren.

Eine Maßnahme dieser Art wurde schnell erwartet, insbesondere nach Christine Lagardes Fehler beim Management der auseinanderlaufenden Spreads. Heute Abend korrigierte die EZB-Präsidentin EZB dies, indem sie darauf hinwies, dass die Intervention der EZB in ihrer Unterstützung für den Euro unbegrenzt sei.

Diese Maßnahmen sollten dazu beitragen, die finanzielle Fragmentierung zu verringern, die nach der Pressekonferenz der EZB in der vergangenen Woche entstanden ist und sich vertieft hat. Das ist es, was wichtig ist. Die Regierungen werden ihre Ausgabenprogramme umsetzen können, die zu einem dramatischen Anstieg der öffentlichen Defizite führen werden, aber ohne sich allzu große Sorgen um die Höhe der Zinssätze machen zu müssen, da die EZB an vorderster Front stehen wird. Die Zinssätze werden wieder sinken.

Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am ZEW Mannheim

In der Corona-Krise droht nun eine umfassende Finanz- und Schuldenkrise. Die EZB versucht mit allen Mitteln, der Corona-Eindämmungspolitik Rückendeckung zu geben und Zeit zu kaufen. Durch die Aufgabe des EZB-Kapitalschlüssels als verbindliche Steuerungsgröße ist dieses Programm auch einsetzbar, um gezielt Länder wie Italien oder Spanien liquide zu halten. Dennoch ist die Maßnahme im Interesse aller Euro-Staaten und ein weitreichender aber verantwortungsvoller Schritt der EZB.

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