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Anlegerverhalten Das sind die Fonds-Favoriten der Ebase-Kunden im Juli 2022

Grafik von Ebase.
Grafik von Ebase: Die Depotbank misst Monat für Monat die Handelsaktivität der Kunden. | Foto: Ebase

Die B2B-Direktbank European Bank for Financial Services (Ebase) führt in Deutschland Kundendepots mit einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro. In einer exklusiven Kooperation liefert Ebase DAS INVESTMENT Daten zu Handelsaktivitäten und Mittelzuflüssen – sowohl zu Fondskategorien als auch auf Einzelfondsebene. Hier erläutert Ebase-Chef Kai Friedrich die Ergebnisse.

DAS INVESTMENT: Herr Friedrich, welche Trends zeichnen sich in Ihrer Depot-Analyse für Juli ab?

Kai Friedrich: Im Zuge der zwischenzeitlichen Erholung der Märkte sowie in Folge der Sommerferien hat die Handelsintensität im Juli nachgelassen. Erstmals in diesem Jahr lag das Handelsvolumen bei aktiven Fonds unter dem Durchschnitt des handelsstarken Vorjahres. Mit 98 Prozent des Vorjahresschnitts war es aber immer noch solide. Die Nachfrage nach Investmentfonds war erfreulich stabil. Der Fundflow-Faktor, der das Verhältnis zwischen Nettomittelzuflüssen und -abflüssen zeigt, wies mit 1,29 einen klar positiven Wert auf. Die Käufe haben Verkäufe um 29 Prozent übertroffen.

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Quelle: Ebase; Stand: 1. August 2022

Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen und lässt unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend zu. Ein Wert
von über 100 steht für eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Kunden im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen des Vorjahres; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an.

Lesebeispiel: Im Juli 2022 betrugen die Umsätze bei aktiv gemanagten Fonds 98 Prozent des Vorjahresdurchschnitts, lagen also um 2 Prozentpunkte unter dem Schnitt des Vorjahres.

Wie haben sich Anleger im Juli positioniert?

Friedrich: Ebase-Kunden gingen überwiegend davon aus, dass wieder attraktive Einstiegsniveaus vorherrschen. Die Kurse sind in den letzten Monaten deutlich gesunken. Es waren vor allem Unternehmensanteile gefragt. In Folge des Krieges in der Ukraine und den zahlreichen geopolitischen Unsicherheiten sowie der hohen Inflation schienen Anleger Sachwerte zu bevorzugen. So war die Nachfrage insbesondere bei Aktienfonds hoch. Hier lag der Fundflow-Faktor bei 1,51. Die Käufe haben Verkäufe also um mehr als die Hälfte überstiegen. Es gab deutliche regionale Unterschiede. Während die Bestände in Aktienfonds, die in Asien und den USA sowie weltweit anlegen, deutlich ausgebaut wurden, wurden Fonds, die schwerpunktmäßig in Deutschland investieren, überwiegend verkauft. Daneben haben Ebase-Kunden auch ihre Bestände in Mischfonds weiter ausgebaut. Der Fundflow-Faktor lag bei 1,18. Die Käufe haben die Verkäufe also um 18 Prozent übertroffen. Anders als bei Aktienfonds waren hier allerdings insbesondere Fonds mit Fokus auf Europa und speziell den deutschen Markt gefragt.

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Quelle: Ebase; Stand: 1. August 2022

Der Fundflow-Faktor zeigt an, um welchen Faktor die Mittelzuflüsse die Mittelabflüsse übersteigen (bei Nettomittelzuflüssen) beziehungsweise um welchen Faktor die Mittelabflüsse die Mittelzuflüsse übersteigen (bei Nettomittelabflüssen).

Lesebeispiel: Im Juli 2022 lagen die Mittelzuflüsse bei aktiven Fonds um 29 Prozentpunkte über den Mittelabflüssen.

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