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Hendrik Leber

Hendrik Leber

Hendrik Leber: „Die Wirtschaft trifft an der aktuellen Krise keine Schuld“

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1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld? Als Kind habe ich erfolglos selbstgebastelte Dinge auf dem Flohmarkt angeboten – und festgestellt, dass letztlich nur das zählt, was der Kunde möchte

2. Wie haben Sie Ihr Studium finanziert? Mit dem Geld der Eltern (teilweise auf Kredit), einem Fulbright-Stipendium und einigen Ferienjobs

3. Haben Sie ein berufliches Vorbild? Warren Buffett, Charlie Munger und Marty Whitman. Charlie Munger ist dabei für mich die faszinierendste Persönlichkeit

4. Das unsinnigste Börsen-Bonmot, das Ihnen je untergekommen ist? Greife nie in ein fallendes Messer. Hört sich gut an, hilft aber nicht weiter

5. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben? The Essays of Warren Buffett

6. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben? Indem ich einen Schritt zurücktrete und überlege, ob in unseren Modellen und Überlegungen ein Fehler steckt. Und indem ich anerkenne, dass es sehr viele kluge und gute Konkurrenten gibt

7. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben? Eine Kreuzfahrt mit meiner Frau in eine interessante Region dieser Welt

8. Worauf sind Sie stolz? Dass in unserem Unternehmen sachlich und kundenorientiert gedacht wird, und dass wir fair und frei von Intrigen miteinander umgehen

9. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert? Über den Dilettantismus der Politik – und den Schuldvorwurf an die Wirtschaft, die an der aktuellen Krise nun wirklich unschuldig ist

10. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen? Niemandem, weil unbelehrbare Menschen ohnehin kritikunfähig sind. Warum also Energie vergeuden?

11. Was sammeln Sie? Kunst (in anfassbarer Form) und Musik (virtuell auf dem Server)

12. Das bislang letzte Produkt, das Sie bei Ebay ersteigert haben? Vor einer Ewigkeit einmal ein Telefongerät für unser Büro

13. Facebook ist … … genial. So, wie es die Erfindung des Telefonbuchs einmal war

14. Ihre liebste TV-Serie? Kommissarin Lund und 24

15. Und wo schalten Sie sofort ab? Bei Talk-Shows oder Reality-TV. Zu viel Geschwätz

16. Was weckt eher Ihre Leidenschaft – Fußball oder Rockmusik? Eindeutig die Musik, allerdings eher Klassik oder ausgewählten Pop/ Rhythm and Blues

17. Welches Konzert haben Sie jüngst besucht? André Chénier auf der Seebühne in Bregenz. Davor Aida in Verona und Lucrezia Borgia in München

18. Welche modische Sünde lassen Sie sich selbst und anderen am ehesten durchgehen? Fast alles – bis auf weiße Socken und Leggins

19. Wein oder Bier zum Essen? Am liebsten ein gehaltvoller Rotwein oder – wenn es ohne Alkohol sein soll – ein alkoholfreies Weizenbier

20. Auf welchen Luxus würden Sie nur ungern verzichten? Auf qualitativ hochwertiges Essen

21. Welches Hilfsprojekt haben Sie jüngst finanziell unterstützt? Die Frankfurter Haftentlassenenhilfe

22. Wo wollen Sie leben, wenn Sie einmal nicht mehr Fondsmanager sind? Im Appenzell, in unserem Haus mit freiem Blick auf den Bodensee und die Alpen

Hendrik Leber: Der 54jährige Essener studiert nach dem Abitur Betriebswirtschaft, zunächst an der Universität des Saarlandes und an der Hochschule St. Gallen, später dann in New York und Berkeley. Nach dem M.B.A.- Abschluss an der New Yorker Syracuse University promoviert er in St. Gallen und steigt 1984 bei der Unternehmensberatung McKinsey ein. Fünf Jahre später wechselt er zur Metzler Consulting KG, bevor er sich 1995 in Frankfurt mit der Vermögensverwaltungsgesellschaft Acatis selbstständig macht. Den ersten, an den Anlage-Maximen seines großen Vorbilds Warren Buffett orientierten Aktienfonds legt er im Mai 1997 auf. Die starke Verbundenheit mit dem Gedanken des Value Investing dokumentiert Leber auch mit einer einmal jährlich abgehaltenen Investment-Konferenz zu diesem Thema.

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