Jens Ehrhardt: „Portugal wird es auch erwischen“
Den Grundstein für die aktuelle Krise habe bereits die Einführung des Euro gelegt, so Ehrhardt. Der Euro besitze nämlich keinen Korrekturmechanismus für zu hohe Preise. „Wenn ein Restaurant zu teuer ist, dann spürt es das sofort, weil die Gäste ausbleiben; dann senkt es die Preise und die Gäste kommen wieder“, sagt er. Analog dazu konnten Länder wie Italien, Portugal oder Griechenland früher ihre Währung abwerten, wenn sie nicht mehr konkurrenzfähig waren. Das gehe mit dem Euro nun nicht mehr. Folge seien steigende Arbeitslosigkeit, insbesondere bei den jungen Leuten, sowie niedrige Leitzinsen, die zu einer starken Verschuldung dieser Länder geführt hätten. Die Schwierigkeiten Frankreichs werden völlig unterschätzt
Ein Schuldenschnitt von 50 Prozent werde Griechenland nicht retten, erklärte Ehrhardt gegenüber FR. Erst wenn die Schulden komplett gestrichen werden und das Land die Eurozone verlässt, werde es sich erholen können.
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