Marktkommentar 3 Argumente gegen die Bundesanleihe

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3 Argumente gegen die Bundesanleihe

Ein häufiger Einwand gegen diesen Ansatz ist häufig das „höhere Risiko“. Dabei werden jedoch oft drei Dinge vergessen: Zum Einen wird dieses vermeintlich höhere Risiko besser vergütet und zum Anderen kann durch die Mischung eine effektive Risikostreuung erzielt werden. Hier sollte man bedenken, dass konservativ aufgestellte Mischfonds aufgrund ihrer Diversifizierung zum Teil deutlich weniger schwanken als die geliebte Bundesanleihe.

Und drittens vergessen viele Investoren, dass die Bundesanleihe erhebliche Kursverluste verzeichnen kann, wenn die Zinsen mal wieder ansteigen sollten. Jüngst zu beobachten bei einem schon vergleichsweise geringen Anstieg um 0,3 bis 0,5 Prozent.

Warten ist oft vergebene Liebesmüh

Wer sich solch einen professionellen und breiten Anlagemix zugelegt hat, kann sich auch die nun wieder aufkommende, alljährliche Diskussion um eine mögliche „Jahresendrally“ sparen. Dieses Nachjagen nach dem perfekten Einstieg und dem richtigen Ausstieg ist zumeist vergebene Liebesmüh.

Stattdessen sollte man sich von kurzfristigen Entwicklungen lösen und als Anleger einen langfristigen Plan verfolgen, auf mehrere Favoriten setzen und sich an einer Verteilung der Risiken erfreuen. So kann man die Wintermonate genießen, auch wenn die Jahresendrally mal ausbleibt oder – so wie letztes Jahr Mitte November – ein abruptes Ende finden sollte.