Lesedauer: 2 Minuten

Natixis-Volkswirte Keine Chance für Bitcoins und britische Aktien

Britischer Premierminister Boris Johnson: Natixis-Volkswirte sehen in einem ungeordneten Brexit die größten Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft.
Britischer Premierminister Boris Johnson: Natixis-Volkswirte sehen in einem ungeordneten Brexit die größten Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft. | Foto: Getty Images

Nach einem insgesamt positiven ersten Halbjahr 2019 sollten globale Investoren in den nächsten sechs bis zwölf Monaten bereit sein, sich mit einer schwachen Performance auseinanderzusetzen – das ist das Ergebnis der „Natixis Investment Managers Midyear Strategist Survey“. Für diese Umfrage wurden 17 Investmentchefs, Marktstrategen und Volkswirten von der Natixis Investmentbank, dem Vermögensverwalter Natixis Investment Managers und den dort angeschlossenen Boutiquen befragt.

Brexit gefährlicher als Handelskrieg

Die Umfrage wurde im Juli abgeschlossen, mitten in der jüngsten Zuspitzung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Trotz des zweijährigen Hin und Her zwischen den beiden globalen Supermächten, das sich oft auf die Weltmärkte auswirkte, rangierten die Folgen des Handelskriegs jedoch nur auf Platz zwei der größten Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft. Auf Platz 1 sehen die Experten mit einer Wahrscheinlichkeit von 3,6 (wobei ein Wert von 5 die höchste Wahrscheinlichkeit anzeigt) einen ungeregelten Brexit.

Viel weniger waren sie hingegen besorgt über die Möglichkeit einer Rezession und nannten eine US-amerikanische und/oder globale Rezession als das am wenigsten wahrscheinliche Abwärtsszenario (2,5 – siehe Tabelle unten).

Natixis Investment Managers Midyear Survey, durchgeführt durch Core Data Research
Mehr zum Thema
Wirtschaftsabschwung in DeutschlandKein Drama, sondern ein Warnschuss
Flossbach von Storch im PodcastWarum der Aufschwung zugleich kraftlos und zäh ist
Deutsche WirtschaftTrübe Gedanken in Chefetagen