Pimco: Bill Gross wettet gegen US-Anleihen

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Der weltgrößte Privatinvestor Pimco hatte sich im Februar dieses Jahres von sämtlichen US-Staatsanleihen getrennt und damit sein Misstrauen gegenüber der US-Schulden- und Geldpolitik zum Ausdruck gebracht. Seit März wettet Bill Gross, Fondsmanager des Pimco Total Return Fund, mit Leerverkäufen auf fallende Kurse von US-Staatsanleihen und hat diese Position nun von drei auf vier Prozent erhöht.

Das Prinzip von Leerverkäufen: Anleger leihen sich Wertpapiere und verkaufen diese dann weiter. Sie wetten auf einen Kursrückgang. Tritt dieser ein, können sie die geliehenen Wertpapiere zu einem billigeren Preis und mit Gewinn zurückgeben.

US-Staatsanleihen galten bisher als sichere Wertanlage. In letzter Zeit mehren sich jedoch die Unkenrufe: Neben Pimco senkte im April die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) den Ausblick für die Bonität des Landes von stabil auf negativ. Zunächst behalten die USA zwar ihre Bestnote von AAA, es besteht aber eine 33-prozentige Chance, dass sie innerhalb der nächsten zwei Jahre herabgestuft werden.

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