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Sitz der Bafin in Frankfurt: Die Finanzaufsicht geht gegen betrügerische Anbieter vor. | © Kai Hartmann Photography/Bafin

Schlimme Finger im Oktober 2019

Vor diesen Finanzunternehmen warnt die Bafin

Goldenstate Investment BV

Die Bafin hat Goldenstate Investment BV das Einlagen- und Depotgeschäft in Deutschland untersagt. Über die Website www.goldenstate-investment.com bot die Firma Anlegern Anleihen mit verschiedenen Laufzeiten sowie die Depotführung für Aktien an. Die erforderliche Erlaubnis der Finanzaufsicht fehlt dem Anbieter. Eine Firma mit ähnlich klingendem Namen hatte die Bafin bereits im Frühjahr im Visier.

Capital Group SP z o. o.

Einen Trittbrettfahrer der Capital Group stoppte die Finanzaufsicht vor wenigen Wochen in Warschau. Die Capital Group SP z o. o. hatte mit Kunden Festgeldverträge abgeschlossen, ohne dass die Rückzahlung des Geldes gesichert war. Damit betrieb die Firma nach Paragraph 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (KWG) unerlaubt Einlagengeschäfte. Die Bafin verpflichtete Geschäftsführer Celal Cakir dazu, die angenommenen Gelder „unverzüglich zurückzuzahlen“. Die nun verbotene Firma habe nichts mit anderen Unternehmen der Finanzbranche zu tun, stellten die Aufseher klar.

Horst Königstein

Unerlaubt im Einlagengeschäft war auch Horst Königstein aus Limburg tätig. Er habe Kundengelder ohne gesicherte Rückzahlung entgegengenommen, so die Bafin. Ein Anwalt soll nun das Geschäft abwickeln.

Olevra Lda.

Olevra Lda. darf in Deutschland nicht mehr öffentlich den Verkauf ihrer Aktien anbieten, teilte die Bafin mit. Das Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Wyoming, das laut eigener Website in der Krebstherapie tätig ist, hat keinen Wertpapierprospekt veröffentlicht. Das ist nach Artikel 3 Absatz 1 der EU-Prospektverordnung aber erforderlich.

European Investment Systems

Ähnliches gilt für das spanische Unternehmen European Investment Systems, das in Deutschland ein Wertpapier in Form vorbörslicher Aktien der ANT Financial öffentlich anbietet. Es fehlen sowohl der Prospekt als auch das Wertpapier-Informationsblatt, bemängeln die Finanzaufseher. Laut Stiftung Warentest hat auch die spanische Aufsichtsbehörde die Firma im Visier, die in Deutschland Fest­geld­anlagen, Anla­geberatungen und Aktien anbietet. Das Unternehmen betreibt demnach ohne Erlaubnis Investmentgeschäfte.

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