Schwellenländer und Lateinamerika: Fidelity sieht rosarot

„Die Wachstumstreiber für Schwellenländermärkte sind nach wie vor intakt“, ist sich Nick Price sicher. Als besondere Stärke hat der Manager des Fidelity Emerging Markets Fund und des Fidelity EMEA Fund die gesunden Staatsfinanzen ausgemacht.

Dass die Schwellenländer gegenüber den Industriestaaten in vielen wirtschaftlichen Bereichen die Nase vorn haben, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Schwellenländeraktien gehen laut Preis deshalb auch nicht mehr als Schnäppchen durch, die Bewertungen sind spürbar gestiegen. „Aber ich gehe momentan nicht davon aus, dass sich eine Blase bildet. Ich finde immer noch attraktive Investmentgelegenheiten mit angemessener Bewertung“, so Price.

Auch Angel Ortiz, Fondsmanager des Fidelity Latin America Fund, ist für die Märkte, aus denen er die besten Aktien herauszupicken versucht, für das kommende Jahr positiv gestimmt. Ortiz erklärt: „Lateinamerika profitiert heute von der Zurückhaltung, die die Region während der letzten Boomphase gezeigt hat.“ Die Banken seien gesund und weitreichende Reformen hätten die Menschen wohlhabender gemacht.

„Für 2011 erwarte ich, dass sich die lateinamerikanischen Aktienmärkte besser als die der Industrieländer entwickeln“ gibt sich Ortiz zuversichtlich. Ungemütlich könnte es werden, wenn sich das Wachstum in den USA stark verlangsame, insbesondere für das vom großen Nachbar abhängige Mexiko. In Brasilien könne eine steigende Inflationsrate für schlechte Stimmung an den Börsen sorgen.

Diesen Risiken kann Ortiz jedoch gelassen entgegenblicken, wittert er doch vor allem in der zweiten Reihe die größten Chancen: „Ich gehe davon aus, dass besonders in den Peripherie-Ländern wie Peru und Kolumbien aussichtsreiche Investmentgelegenheiten zu finden sein werden – in Bezug auf absolute und relative Bewertungen.“

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