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Olgerd Eichler, Aktienfondsmanager beim Frankfurter Fondsanbieter Mainfirst | © Mainfirst Foto: Mainfirst

Starfondsmanager Olgerd Eichler im Interview

„Die meisten Wachstumstitel sind längst zu teuer“

Beeinflusst die Sorge um die politische Stabilität in Nahost Konjunktur und Aktienkurse?

Olgerd Eichler: Die aktuellen Sorgen um Nahost sind unseres Erachtens lediglich ein sehr kurzfristiges Phänomen, das keine entscheidende Bedeutung für die weltweiten Börsen und auch Europa haben sollte. Gleichzeitig sehen wir aber eine Stabilisierung der Einkaufsmanagerindizes sowie eine Beruhigung im Handelskrieg zwischen den USA und China. Das sollte sich positiv auf die Konjunkturerwartungen auswirken.

Welche Brexit-Folgen sind in den kommenden Monaten noch zu erwarten?

Eichler: Das langjährige Thema Brexit ist bereits weitestgehend in den Aktienkursen verarbeitet. Es dürfte daher auch bei Wiederaufflammen der Problematik nicht groß auf dem Markt lasten. Wir sehen keinen Handlungsbedarf. 

In ihrem Deutschland-Fonds Mainfirst Germany rangiert Sixt auf der dritten Position, im Europafonds Mainfirst Top European Ideas ist es der größte deutsche Titel. Womit überzeugt der Autoverleiher Sie?

Eichler: Sixt ist ein herausragendes Unternehmen mit einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte. Wir sehen den familiengeführten Autovermieter hervorragend aufgestellt, um nicht nur in Deutschland und Europa, sondern insbesondere auch in den USA und der restlichen westlichen Welt eine führende Rolle einzunehmen. Der US-Markt bietet noch erhebliche Wachstumsmöglichkeiten. Er ist auch um ein Vielfaches größer als der europäische Markt. Mit seiner bekannt pfiffigen Art und der besonderen Unternehmenskultur kann Sixt als Premiumanbieter in einem umkämpften Markt sowohl organisch als auch profitabel wachsen. Dabei liegt einer der Hebel auch in der originären Marge: Denn das aktuelle Level zeigt nicht das wahre Potential, da ein immenser Anteil des Umsatzes in zukünftiges Wachstum investiert wird.

Wo genau?

Eichler: Die Digitalisierung gehört zum Geschäft. Sixt will zum Allround-Anbieter von Mobilität werden, zum Beispiel via App. Und wer weiß, womöglich wird der Unternehmensname eines Tages sogar synonym verwendet für die Nutzung flexibler Mobilität: Sixt a car. Wir mögen den Titel und haben hohe Zuversicht, dass Sixt das profitable Wachstum fortsetzen wird, was die Aktie auch zu einem der aussichtsreichsten deutschen Nebenwerte macht, und das trotz Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich. Gerade die Vorzugsaktien sind im Vergleich zu den Stämmen weiterhin günstig bewertet.

 

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