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Studie zum Finanzwissen: Zehntklässler fallen durch

Wenn es um Finanzen geht, haben deutsche Jugendliche massive Wissenslücken. Das ergab eine bundesweite Forsa-Umfrage unter Zehntklässlern, die im Auftrag des Bundesverbraucherschutzministeriums durchgeführt wurde. Dabei wurden bundesweit 500 Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen befragt.

Lediglich die Hälfte der Jugendlichen weiß, wofür man ein Girokonto benötigt. 20 Prozent der Schüler glauben hingegen, ein Girokonto richte man ein, „um angemessene Zinsen auf Ersparnisse zu erhalten". 19 Prozent meinen, ein Girokonto sei dazu da, „leichter regelmäßige Beträge anzusparen". Fast jeder zehnte Befragte (9 Prozent) weiß mit dem Begriff nichts anzufangen oder glaubt, man brauche kein Girokonto.

Nur rund zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten wissen, dass es länger dauert, mit einem Betrag von 50 Euro einen Kredit von 2.000 Euro abzubezahlen als den entsprechenden Betrag zu sparen. Fast ein Drittel ist gegenteiliger Auffassung.

Um die Alltagskompetenz junger Menschen zu verbessern, hat das Verbraucherministerium in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) eine Bildungsinitiative gestartet. Diese soll „öffentliche Aufmerksamkeit für Alltags- und Verbraucherbildung an Schulen herstellen und mit den Ländern ein Netzwerk für die Vermittlung von Verbraucherkompetenzen in Schulen knüpfen", so Bundesministerin Aigner. Ziel sei es, besonders für Lehrkräfte einen besseren Zugang zu praxistauglichen Unterrichtsmaterialien zu schaffen.

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