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Account von Twitter-Präsident Donald Trump: Die Aktie des Kurznachrichtendienstes liegt im Morgan Stanley US Advantage unter den Top-10-Positionen. | © imago images / imagebroker / Valentin Wolf Foto: imago images / imagebroker / Valentin Wolf

Suche nach dem Dauerläufer

Diese Fonds lagen jedes Jahr im Plus

Wir schreiben Monat zwei nach dem Corona-Crash. Alle Fonds liegen inzwischen unter Wasser. Alle Fonds? Nein! Es gibt tatsächlich zahlreiche Investmentfonds, die seit Jahresbeginn noch immer oder wieder im Plus liegen. Leider sind auch viele Eintagsfliegen darunter, die im normalen Leben schwach sind und in den Jahren davor absolut gar nichts gerissen haben. Wie filtert man die raus? Ich versuche es mal und suche die echten Dauerläufer.

Auf geht’s!

Grundlage sind alle in Deutschland gemeldeten Fonds mit ihren Anteilsklassen. Rund 55.000 Stück sind es in der Datenbank von Morningstar. Und ich beginne zu filtern, es fliegen raus:

  • alle institutionellen Anteilsklassen und alle Clean-Share-Klassen (ich hoffe, ich habe alle erwischt)
  • alle Anteilsklassen in Fremdwährung
  • alle Anteilsklassen, die nach 2009 aufgelegt wurden
  • alle Anteilsklassen, die 2020 per Ende April im Minus liegen

Weiter geht es mit der Wertentwicklung. Ich lasse mir alle Ergebnisse aus den einzelnen Kalenderjahren anzeigen, es beginnt mit 2009. Frühere Daten nach Kalenderjahren liefert Morningstar nicht. Leider fehlt dadurch das Rappeljahr 2008 (Finanzkrise). Spannend wird die Sache trotzdem. Schließlich hatten wir seitdem eine saftige Eurokrise, das große Fracking-Sterben in den USA und hier und da etwas Angst um China. Für 2020 nehme ich das Ergebnis ab Jahresbeginn bis Ende April. Die kräftige Gegenbewegung ist dann mit enthalten. Fair genug, finde ich.

Und schon purzeln die Ergebnisse heraus. Ganze 15 Fonds liegen in allen Kalenderjahren und 2020 im Plus. Immer noch mehr als ich erwartet hatte. Mit einem einzigen Ausrutscherjahr kamen 29 Fonds aus. Und zwei Minusjahre leisteten sich 93 Fonds. Die entsprechenden Übersichten liefere ich demnächst auf diesem Kanal nach.

Bei den Fonds ohne Ausrutscherjahr lassen sich drei große Richtungen erkennen: amerikanische Wachstumsaktien, Staatsanleihen und Immobilien.

Und um kritischen Stimmen umgehend recht zu geben:

  • Sicher wäre 2008 auch interessant gewesen. Aber so ist das nun mal mit den Datenbanken.
  • Sicher legt kein Anleger genau von Jahresanfang bis Jahresende an.
  • Sicher gibt es von manchen guten Fonds keine oder keine ausreichend alte Euro-Tranche. Lücken gibt es überall.
  • Sicher ist das alles überhaupt keine Garantie für die Zukunft (Jetzt klinge ich schon wie eine PR-Broschüre).

Besonders deutlich wird das an einigen Rentenfonds. So hat beispielsweise der Nordea 1 European Covered Bond (ISIN: LU0076315455) in meiner Studie eine blütenweiße Weste. Ein Blick ins Portfolio zeigt aber auch, dass die durchschnittliche Rendite aller enthaltenen Anleihen nur noch bei 0,4 Prozent liegt. Das Niedrigzinsniveau lässt grüßen. Was die Perspektiven für den Fonds einigermaßen ... nun ja ... begrenzt. Was soll da noch kommen? Aber das hatten wir uns bei Bundesanleihen ja auch schon mehrmals gefragt.

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