Passanten in Seoul Foto: imago images / ZUMA Wire

Templeton Emerging Markets Dynamic Income

Wie sich Anleger in die Schwellenmärkte vorwagen können

Der erste Schritt – was von einem bekannteren Vermögensverwalter aus Köln für die Geldanlage generell vertreten wird, gilt auch für Erst-Investments in die Schwellenländer. Der europäische Investor zögert und ignoriert eine der wachstumsstärksten Regionen der Welt, nämlich Asien.

Die Fondsgesellschaft Franklin Templeton liefert hier seit neun Jahren mit dem Templeton Emerging Markets Dynamic Income (ISIN: LU0608807516) ein Investment der leisen Töne. Die Schwankungsbreite des Mischportfolios beträgt über fünf Jahre lediglich 11,9 Prozent, beim Aktienindex MSCI Emerging Markets hingegen 49 Prozent.

Viel Asien ist derzeit im Templeton-Fonds drin. Der chinesische Internet-Riese Tencent liegt mit 5,3 Prozent auf Platz 1 der Portfoliogewichtungen. Auf Rang zwei und drei folgen der taiwanesische Halbleiter-Hersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing mit 5,2 Prozent und Samsung mit knapp 4,9 Prozent des Fondsvolumens.

„Südkoreas Wirtschaft hat eine erhebliche Umstrukturierung durchlaufen. Die Finanzlage des Landes und die Unternehmensbilanzen sehen immer besser aus“, sagt Subash Pillai, Fondsmanager des Templeton Emerging Markets Dynamic Income. Das Land sei inzwischen stark auf die sogenannte New Economy fokussiert, also eher auf Dienstleistungen als auf die Industrieprodukte. Südkoreanische Halbleiter- und Internet-Unternehmen seien von Weltrang. Nach der Corona-Pandemie werde unter anderem der Trend hin zu Big Data, Telearbeit und Cloud-Computing den Branchen weiter helfen.

Ebenfalls interessant seien Wertpapiere indischer Pharma-Unternehmen. „Die Branche verfügt über solides geistiges Eigentum und ist das Rückgrat der internationalen Impfstoff-Industrie“, sagt Pillai. Das gelte vor allem in der aktuellen Krise. Firmen aus den USA und Europa benötigten bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Sars-Cov-2-Virus unbedingt Hilfe aus Indien. Diese Tatsache sei der breiten Öffentlichkeit nicht unbedingt bewusst, da Medienberichte sich oft nur auf den Umgang des Landes mit der Corona-Pandemie konzentrierten.

Dabei gerieten, wie so oft in Schwellenländern, Fortschritte in Vergessenheit. In der Corona-Krise gelte generell: Länder, die bereits zuvor fundamental gut aufgestellt waren, haben bessere Aussichten, Probleme zu meistern. Und: Inländisch ausgerichtete Volkswirtschaften haben angesichts des stockenden globalen Handels einen eindeutigen Vorteil.

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