Italiens Premierminister Giuseppe Conte fordert in der Corona-Krise mehr finanzielle Unterstützung von der Europäischen Union. Foto: Imago Images / Sammy Minkoff

Weik und Friedrich

Italien gefährdet die Eurozone

Wenn diesen Sommer die Urlaubssaison ausfällt, ist das nicht nur bitter für den Urlauber, sondern der Supergau für die Länder Südeuropas. Der Anteil der Tourismusbranche am Bruttoinlandsprodukt (BIP) macht in Frankreich 9,5 Prozent aus. In Spanien sind es 14,6 Prozent, in Italien 13,2 Prozent und in Griechenland sogar 30,9 Prozent.

Die Folgen eines Sommers ohne Touristen werden zahllose Pleiten, hohe Arbeitslosenquoten, sinkende Steuereinnahmen, kippende Banken, explodierende Schulden sowie hohe Target-Forderungen im Euro-Zahlungsraum sein.

Die Target-2-Salden Deutschlands sind auf 935,1 Milliarden Euro gestiegen. Sie zeigen täglich auf, dass der Euro nicht funktioniert. Italien steht mittlerweile mit 491,62 Milliarden Euro und Spanien mit 407,43 Milliarden Euro bei Deutschland in der Kreide.

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