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in AltersvorsorgeLesedauer: 7 Minuten

Inflation Wenn hohe Garantien das Risiko steigern

Lockdown
Lockdown: Viele Deutsche zügeln derzeit ihren Konsum. Nachholeffekte könnten zu steigenden Preisen führen. | Foto: imago images/imagebroker

„Irre Eispreise“, titelte Bild.de im vorigen Sommerloch und brachte damit zugespitzt auf den Punkt, was viele Deutsche nur vergleichsweise verschwommen erkennen: Die nominalen Preise alltäglicher Güter steigen auf Sicht von Jahrzehnten teilweise enorm an. Die Kugel Speiseeis zum Beispiel kostete Mitte der Achtzigerjahre vielerorts 30 Pfennig. Das sind umgerechnet etwa 15 Cent und nur ein Zehntel des heutigen Preises in manch trendiger Gelateria.

Und auch wenn man berücksichtigt, dass sich die Qualität von Schokolade-, Vanille- und Erdbeer- hin zu veganem Avocado- oder laktosefreiem Spinat-Eis gesteigert hat, bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Das nutzt Uwe Wobig, Versicherungsmakler aus dem schleswig-holsteinischen Meldorf, um seinen Kunden den Wertverlust ihres Geldes vor Augen zu führen. Er fragt sie: „Was kostete eine Kugel Eis in Ihrer Kindheit? Wie sehr ist der Preis seitdem gestiegen? Und wo dürfte er wohl bei Ihrem Renteneintritt liegen?“

Inflation oft vernachlässigt

Denn das Thema Inflation werde beim Vorsorgesparen viel zu oft vernachlässigt. Mit dramatischen Folgen: „Wenn der Sparer die schwindende Kaufkraft seiner Rücklagen bei der Rentenplanung nicht berücksichtigt, kann das im Alter richtig wehtun.“ Die realen Wertverluste werden von den jährlichen Rentenerhöhungen nämlich kaum ausgeglichen. Und für die Rentner im Westen gibt es beispielsweise in diesem Jahr sogar eine Nullrunde.

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