Wie Berufseinsteiger sparen können, um Geld auszugeben Foto: Unsplash.com

Sportlich, sportlich

Wie Berufseinsteiger sparen können, um Geld auszugeben

Der Fall

Bruno Hempel (22) arbeitet seit einem Jahr als Fitness-Kaufmann in einem Sportstudio. Er wohnt aber noch bei seinen Eltern und hat folglich nur geringe Lebenshaltungskosten. Nach einer Gehaltserhöhung verdient er netto 2.500 Euro im Monat und hat davon 800 Euro frei. Er ist ledig, Kinder sind nicht in Sicht. Dafür möchte er in etwa fünf, spätestens aber in zehn Jahren um die Welt reisen (mit Rucksack, per Bahn oder Schiff) und dafür ein Jahr unbezahlten Urlaub nehmen.

Die Reise veranschlagt er mit 10.000 Euro, er will sich unterwegs was hinzuverdienen. Einmal im Jahr möchte er etwa 2.000 Euro für Urlaub oder etwas Schönes verbrauchen. Der Rest kann ohne zeitliche Bindung langfristig liegen und vielleicht sogar den Grundstock für eine Altersvorsorge bilden. Allerdings hat er noch keine liquiden Reserven, die sind auch erstmal aufzufüllen.

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Anmerkung: DAS INVESTMENT weist darauf hin, dass hier stark vereinfachte Modellfälle dargestellt sind. Sie sollen Anhaltspunkte liefern, können aber eine umfassende und sorgfältige Beratung nicht ersetzen.

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Der Vorschlag

Der 22-jährige Fitness-Kaufmann Bruno Hempel steht offenbar nicht nur im Sportstudio auf Performance, sondern auch bei seinen Kapitalanlagen. Ein Tagesgeldkonto mit 9.500 Euro für eine Liquiditätsreserve von drei Nettogehältern und die in einem Jahr anstehende Entnahme von 2.000 Euro ist jedoch wichtig.

Im aktuellen Marktumfeld mit überwiegend negativen Zinsen im Euroraum und infolge der massiv ausgeweiteten Geldmengen ambitioniert bewerteten Aktienmärkten empfehlen wir für den Ansparprozess aktiv und flexibel gemanagte Investmentfonds, die im Mainstream- und momentumgetriebenen Passivmarkt in rentablen und moderat bewerteten Nischen operieren.

So bieten am Rentenmarkt Nachranganleihen ein sehr interessantes Rendite-Risiko- Potenzial mit hohen Kupons. Der Aramea Rendite Plus soll Vorteile nutzen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen wie Basel III und Solvency II und struktureller Besonderheiten mit sich bringen. Er investiert nur in systemrelevante Institute und wies per Ende August einen durchschnittlichen Kupon von 3,8 Prozent bei einer durch schnittlich erwarteten Rendite von 7,4 Prozent auf.

Diese Differenz offenbart, wie regulatorisch getriebene vorzeitige Kündigungen derzeit aus den Kursen ausgepreist sind. Doch diese Kündigungen von Nachranganleihen speziell im Bankenbereich wird es zwangsläufig geben, da die Nachranganleihen für die Emittenten viel zu teuer geworden sind.

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