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Erfreuliche Halbjahresbilanz Zuflüsse in Investmentfonds trotz Krieg und Krisen

Finanzmetropole Frankfurt am Main
Finanzmetropole Frankfurt am Main: Trotz Ukrainekrieg flossen im ersten Halbjahr rund 52 Milliarden Euro frische Gelder in Investmentsfonds. | Foto: Imago Images / Panthermedia

Die deutschen Fondsgesellschaften erzielten laut dem Fondsverband BVI im ersten Halbjahr 2022 ein Neugeschäft von netto 52 Milliarden Euro in Fonds und Mandaten. Das ist laut der aktuellen Pressemitteilung des BVI das insgesamt fünftbeste Absatzergebnis. Höhere Zuflüsse in den ersten sechs Monaten innerhalb eines Jahres hätte die Branche nur in den Jahren 2021 mit 111 Milliarden Euro, 2015 mit 110 Milliarden Euro, 2017 mit 78 Milliarden Euro und 2000 mit 54 Milliarden Euro erzielt.

Allein im Januar verzeichneten Publikums- und Spezialfonds mit insgesamt 30,3 Milliarden Euro einen Rekordzufluss zum Jahresstart. Der Einbruch der Aktienmärkte von Mitte Februar bis Anfang März angesichts des Ukraine-Kriegs und die hohen Inflationsraten dämpften jedoch das Neugeschäft von Fonds. Im Juni flossen sogar netto 0,3 Milliarden Euro aus offenen Fonds ab, zum ersten Mal seit März 2020, damals summierten sich die Rückgaben auf 12 Milliarden Euro.

 

Mischfonds sind Anlegers Liebling

Gefragt waren im ersten Halbjahr vor allem Mischfonds, denen 16,3 Milliarden Euro neue Gelder zuflossen. Sie knüpften damit an den Vorjahreszeitraum an, als ihnen 16,9 Milliarden Euro zugeflossen waren. Geldmarkt- sowie Rentenfonds belasteten dagegen die Absatzstatistik. Anleger verkauften Anteile im Wert von insgesamt 13 Milliarden. Das Neugeschäft von Aktienfonds ist 2022 aufgrund der Börsenturbulenzen deutlich zurückgegangen. Sie erhielten lediglich 5 Milliarden Euro neue Gelder. Dabei konzentrierten sich Investoren fast ausschließlich auf aktiv gemanagte Fonds. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2021 flossen Aktienfonds noch 35,4 Milliarden Euro zu, davon knapp die Hälfte in passive Aktien-ETFs. Insgesamt verwaltete die deutsche Fondsbranche per Ende Juni 2022 ein Vermögen von 3.859 Milliarden Euro.

Während der deutsche Absatzmarkt Zuflüsse verbuchte, ist nach Angaben von Morningstar der Absatz von Wertpapier-Publikumsfonds, die in Europa aufgelegt wurden, um insgesamt 145 Milliarden Euro zurückgegangen. Dies wäre vor allem auf Rückgaben von Geldmarktfonds (108 Milliarden Euro) und Rentenfonds (85 Milliarden Euro) zurückzuführen. Hingegen flossen Mischfonds und Aktienfonds 26 respektive 19 Milliarden Euro zu.

BVI Absatzstatistik
Quelle © BVI

Versicherer überholen Altersvorsorgeeinrichtungen

Insgesamt verwaltete die deutsche Fondsbranche per Ende Juni 2022 ein Vermögen von 3.859 Milliarden Euro. Davon entfielen laut BVI 1.975 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds, auf offene Publikumsfonds 1.303 Milliarden Euro, auf geschlossene Fonds 48 Milliarden Euro und auf Mandate 533 Milliarden Euro. Bei den Spezialfonds seien Altersvorsorgeeinrichtungen mit 636 Milliarden Euro die volumengrößte Anlegergruppe, dazu würden zum Beispiel berufliche Versorgungswerke gehören. Versicherungsgesellschaften hätten 560 Milliarden Euro in Spezialfonds angelegt. Auf beide Gruppen würden zusammen 61 Prozent des Gesamtvermögens entfallen.

Aus diesen Zahlen werde einmal mehr deutlich, dass die Assetmanagement-Branche einen hohen Stellenwert bei der Altersvorsorge in Deutschland habe. Auch beim Neugeschäft würden Versicherungsgesellschaften und Altersvorsorgeeinrichtungen mit Zuflüssen von insgesamt knapp 30 Milliarden Euro vorne liegen. In diesem Jahr seien es die Versicherer, die bis Ende Juni am meisten neue Gelder in Spezialfonds angelegt hätten. Vermutlich hätten sie Direktanlagen in Spezialfonds umgeschichtet. In den sechs Jahren zuvor seien Altersvorsorgeeinrichtungen der Absatztreiber gewesen.

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