Ein Krokodil entspannt sich auf einer kleinen Insel im Edeni-Wildreservat, Südafrika. | © Getty Images Foto: Getty Images

10 Fonds im Crashtest

Die besten Fonds für Afrika-Aktien

Vorbei die Zeiten, als beispielsweise ein Fonds mit Schwerpunkt Osteuropa als exotisch galt. Mittlerweile können Investoren auch gezielt in die so genannten Frontier Markets investieren, zu denen mit Ausnahme Südafrikas und Ägyptens die meisten afrikanischen Länder zählen.

Dabei steht vor allem Südafrika im Fokus, auch wenn Nigeria das Land am Kap mittlerweile als größte Volkswirtschaft des Kontinents überholt hat. Bezogen auf den Aktienmarkt ist das Austragungsland der Fußballweltmeisterschaft 2010 mit großem Abstand das Schwergewicht auf dem Schwarzen Kontinent. Das zeigt sich auch an der Fondspalette: So investieren die einzigen Länderfonds, die es zur Anlageregion Afrika gibt, in Südafrika. Diese Fonds wurden für den aktuellen Crashtest jedoch außer Acht gelassen. Übrig blieben zehn Kandidaten, die alle Anforderungen hinsichtlich Historie und Volumen erfüllen.

Die besten Fonds für Afrika-Aktien

  Fonds Punkte
Gesamt
Pkt.
Perfor-
mance
Pkt.
Stress-
test
Pkt.
Rating
Vol. in
Mio. €
1 DB X-Trackers MSCI EFM Africa TOP 50 Capped Index 208 85 76 47 25
2 Bellevue BB African Opportunities 189 58 99 32 81
3 Magna Africa Fund 175 71 84 20 15
4 Robeco Afrika Fonds 158 64 80 14 39
5 JPM Africa Equity 152 56 71 25 189
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Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices GmbH (Stichtag: 5. Oktober 2016), Wertentwicklung auf Euro-Basis
Quelle: Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices GmbH (Stichtag: 5. Oktober 2016), Wertentwicklung auf Euro-Basis

Im Vergleich zum vorherigen Crashtest im Februar 2015 hat sich das Feld deutlich verschlankt – ein Zeichen mangelnder Nachfrage durch die Investoren. So wurden manche Fonds wie der Investec Africa Opportunities Fund, der Renaissance Sub Sahara Fund und der Renaissance Pan African Fund mittlerweile aufgelöst. Mittlerweile länger als drei Jahre am Markt und deshalb erstmals im Crashtest vertreten ist dagegen der auf Rang 10 liegende Templeton Africa Fund. Der bisherige Gesamtsieger JPM Africa Equity rutschte auf Rang 5 ab, an seine Stelle getreten ist der 2015 noch an vierter Stelle liegende DB X-Trackers MSCI EFM Africa Top 50 Capped.

Die drei Siegerfonds im Kurzporträt

Der Gesamtsieger: DB X-Trackers MSCI EFM Africa TOP 50 Capped

Der 2011 aufgelegte Indexfonds schlägt seine aktiv gemanagten Konkurrenten über drei und fünf Jahre um Längen. So legte er beispielsweise über drei Jahre um knapp 10 Prozent zu, während die anderen Fonds mit Ausnahme des Magna Africa Fund teils deutlich im Minus lagen. Ein ähnliches Bild ergibt sich für den Fünf-Jahres-Zeitraum, wo lediglich der Bellevue BB African Opportunities und der Robeco Afrika Fonds einigermaßen mithalten können. Mit 15,16 Prozent ist die Drei-Jahres-Volatilität allerdings höher als bei fast allen anderen Fonds, übertroffen wird sie nur vom JPM Equity Africa Equity.

Der ETF ist als indirekt replizierender Fonds konstruiert und bildet die Wertentwicklung des MSCI EFM Africa Top 50 Capped TRN Index synthetisch nach. Dort bildet Südafrika mit 52 Prozent den regionalen Schwerpunkt. Marokko ist mit 13 Prozent die zweitgrößte Länderposition, Ägypten mit 10 Prozent die drittgrößte. Nigeria ist im Index mit 9 Prozent vertreten, auf Kenia, Nigeria und Mauritius entfallen je rund 5 Prozent. Auf Sektor-Ebene spielen Finanzwerte mit 43 Prozent die größte Rolle. Telekommunikationswerte sind mit 19 Prozent gewichtet, Nicht-Basiskonsumgüter mit 14 Prozent.

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