Frau am Laptop: Bei den Cyber-Versicherungen gibt es bislang noch keinen einhetilichen Standard. Foto: Pexels

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Finanztest untersucht Cyber-Policen für Endkunden

Cyber-Versicherungen sichern Gewerbetreibende und Privatkunden gegen Internetkriminalität – zum Beispiel Datendiebstahl, Cybermobbing oder Ärger beim Onlinekauf - ab. „Bei diesen jungen Produkten gibt es bisher keinen einheitlichen Stan­dard; die Angebote unterscheiden sich sehr“, erklärt die Stiftung Warentest. So kombinieren einige Policen klassischen Rechts­schutz und direkte Hilfe­leistungen, sogenannte „Assistance-Leistungen“ wie zum Beispiel eine psycho­logische Beratung bei Cybermobbing und Rufschädigung.

Manche Policen umfassen auch die Rettung oder die Wieder­herstellung verloren geglaubter Daten. Andere Anbieter suchen auch im sogenannten Darknet, einem versteckten Teil des Netzes, der mit einem normalen Internetbrowser nicht erreich­bar ist, nach gestohlenen Kundendaten. Auch die Überwachung der Kommentare und Entfernung rufschädigender Einträge gehört zum Leistungsspektrum mancher Cyber-Policen.

Empfehlung für Arag und Inter

Die Stiftung Warentest hat 19 Privatkunden-Policen von 15 Anbietern untersucht. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ (Artikel kostenpflichtig) listen die Tester die Preise und Leistungen dieser Tarife auf. Anders als bei den meisten anderen Versicherungstests, die alle untersuchte Produkte bewerten, verzichten die Tester diesmal darauf – wahrscheinlich aufgrund fehlender Standards und somit einer schlechter Vergleichbarkeit einzelner Policen. Sie sprechen lediglich eine Empfehlung für zwei Policen aus. Verbrauchern, die Wert auf den Rechtsschutz-Baustein legen, raten sie zum „Webaktiv Komfort-Tarif“ der Arag . Die Police kostet für Einzelpersonen 127 Euro und für Familien 149 Euro im Jahr.

Kunden, die bereits eine Rechtsschutz-Versicherung haben, empfehlen sie „Cyberguard“ der Versicherungsgesellschaft Inter. Der Jahresbeitrag liegt hier bei 60 Euro.

Wer über den Abschluss einer Cyber-Police nachdenkt, sollte zunächst einen Blick in seinen Versicherungsordner werfen, so die Tester weiter. Denn  gängige Versicherungen wie die Rechtsschutzversicherung, die Hausratversicherung und die Haftpflichtversicherung, die viele schon haben, decken einen Teil der Cyber-Risiken bereits ab.

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