Shogo Maeda, Fondsmanager bei Schroder

Shogo Maeda, Fondsmanager bei Schroder

22 Fragen an Shogo Maeda

„Bei Facebook habe ich ein ungutes Gefühl“

1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld? Ich erinnere mich da an nichts, das einen besonderen Eindruck bei mir hinterlassen hätte

2. Wie haben Sie Ihr Studium finanziert? Zum größten Teil über ein Stipendium. Den amerikanischen Universitäten und den japanischen Stiftungen, die mir das ermöglicht haben, bin ich heute noch dankbar

3. Haben Sie ein berufliches Vorbild? Ich kenne niemanden in der Branche so gut, dass ich mir daran ein Vorbild nehmen könnte

4. Das unsinnigste Börsen-Bonmot, das Ihnen je untergekommen ist? Es ist nach wie vor ein Kern-Investment, aber ...

5. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben? Les Misérables von Victor Hugo – das einzige Buch, bei dem ich mich erinnern kann, es in meiner Kindheit gelesen zu haben

6. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben? Mit dem Blick nach vorn

7. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben? Ich schalte mein Blackberry aus, gehe früh aus dem Büro, gönne mir ein gutes Essen und schlafe anschließend tief und selig

8. Worauf sind Sie stolz? Darauf, mich fast 30 Jahre lang als Fondsmanager gehalten zu haben

9. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert? Über einen Mann, der in einer ruhigen Lounge am Flughafen ohne Hemmungen telefoniert hat. Wie soll es erst werden, wenn die amerikanischen Fluglinien das Handy-Verbot im Flugzeug aufheben?

10. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen? Niemandem – ich möchte mich hinterher nicht entschuldigen müssen

11. Was sammeln Sie? Alte japanische Schwerter. Einige Stücke meiner Sammlung stammen aus dem 15. Jahrhundert

12. Das bislang letzte Produkt, das Sie bei Ebay ersteigert haben? Bei Ebay nichts, aber über Yahoo Auctions habe ich kürzlich alte japanische Schwertmontierungen gekauft

13. Facebook ist ... ... etwas, das ich vielleicht in Zukunft nutzen werde. Derzeit bereitet es mir noch ein zu ungutes Gefühl, keine Kontrolle über die Verbreitung meiner persönlichen Daten zu haben

14. Ihre liebste TV-Serie? Good Luck!!

15. Und wo schalten Sie sofort ab? Bei Talkshows, in denen Schriftsteller, Professoren oder andere Experten ihre oft naiven Kommentare zu aktuellen Themen geben

16. Was weckt eher Ihre Leidenschaft – Fußball oder Rockmusik? Musik, aber dort eher Klassik

17. Welches Konzert haben Sie jüngst besucht? Ein Wohltätigkeits-Konzert von Ryu Goto, einem talentierten jungen Geiger

18. Welche modische Sünde lassen Sie sich selbst und anderen am ehesten durchgehen? So ziemlich jede. Auf so etwas achte ich nicht sonderlich

19. Wein oder Bier zum Essen? Ganz klar Bier. Wein ist mir zu kompliziert

20. Auf welchen Luxusartikel würden Sie nur ungern verzichten? Mir fällt keiner ein

21. Welches Hilfsprojekt haben Sie jüngst finanziell unterstützt? Ich spende regelmäßig Geld an die japanische Stiftung, der ich mein Stipendium verdanke und die japanischen Studenten auch heute noch ein Studium an der damals von mir besuchten Universität in den USA ermöglicht

22. Wo wollen Sie leben, wenn Sie einmal nicht mehr Fondsmanager sind? Entweder in Tokio, wo ich im Moment zu Hause bin, oder in meiner Heimatstadt, die rund zwei Autostunden von Tokio entfernt liegt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Tokio überfüllt ist. Aber die Stadt bietet sehr viel Komfort, Kultur und gute Küche

>> Vergrößern


Shogo Maeda

Der 1957 in Shizuoka geborene Japaner studiert Betriebswirtschaft an der Wesleyan University in Connecticut und Politikwissenschaft an der Columbia University in New York und verbringt in dieser Zeit auch ein Auslandssemester in Taiwan.

Seine berufliche Karriere startet er 1981 als Aktienanalyst bei Nomura in Tokio. Vier Jahre später wechselt er als Fondsmanager zu Manufacturers Hanover, kehrt aber 1987 zu Nomura zurück, wo er bis 1994 Portfolios für japanische Aktien betreut.

Anschließend wechselt Maeda als Leiter für diesen Bereich zu Goldman Sachs Asset Management und steigt dort zum Aktien-Chef für die gesamte Pazifik-Region auf. Seit Januar 2006 leitet er das japanische Aktienteam von Schroders und managt zudem persönlich den Schroder Japanese Equity.

Mehr zum Thema
„Ich belohne mich damit, mich nicht schlecht zu fühlen“ "Wladimir Putin würde ich gern einmal gehörig die Meinung sagen" "Ich versuche, meinen eigenen Weg zu gehen"