5 Vermögensverwalter erläutern Wie stellen Sie Ihre Kundendepots in der Corona-Krise auf?

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Hans-Jürgen Haack ist Ressortleiter Marktanalysen bei PP-Asset Management aus Düsseldorf. | Foto: PP-AM

Welche Ihrer Papiere haben durch die Corona-Krise besonders gelitten, und welche haben sich als clever herausgestellt?

Hans-Jürgen Haack: Besonders stark fiel die Münchener Rück, sehr gut hielten sich TeamViewer und Activision Blizzar.

Wie haben Sie Kundendepots angesichts der jüngsten Markteinbrüche umgebaut?

Kaum, denn wir waren bereits vorher sehr defensiv aufgestellt, auch abgesichert. Jetzt haben wir punktuell in geringem Ausmaß zugegriffen. 

Wie lange wird der Bärenmarkt Ihrer Voraussicht nach andauern?

Mindestens sechs bis neun Monate. Es wird lange dauern, bis man die ökonomischen Folgen einigermaßen abschätzen kann.

Jetzt nachkaufen, oder lieber noch „Pulver trocken halten“?

Ich würde das Pulver trocken halten. Nach der Baisse besteht ein Anstiegspotential von mindestens 60 oder 70 Prozent auf Sicht von zwei Jahren. Wer aber jetzt kauft, und die Kurse fallen nochmals um 30 Prozent, der braucht fast 50 Prozent Anstieg, um den Einstand zu erreichen. Es wird keine V-förmige Umkehr geben. Man hat also noch Zeit. 

Welche Anlagesegmente könnten mittel- bis langfristig Rückenwind erhalten?

Gold wird von den massiven geldpolitischen und fiskalischen Maßnahmen stark profitieren. Auf Sicht wird es wieder inflationäre Tendenzen geben.

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