Unbequemer Investor Hedgefonds-Milliardär Paul Singer will Bayer aufspalten

Paul Singer, Gründer und Präsident des US-Hedgefonds Elliott, spricht auf einer Konferenz in New York. Insidern zufolge will Singer als Investor auf eine Aufspaltung des deutschen Bayer-Konzern hinwirken. Singer gilt als nicht zimperlich, wenn es um Einmischung in Unternehmensbelange geht.  | © Getty Images

Paul Singer, Gründer und Präsident des US-Hedgefonds Elliott, spricht auf einer Konferenz in New York. Insidern zufolge will Singer als Investor auf eine Aufspaltung des deutschen Bayer-Konzern hinwirken. Singer gilt als nicht zimperlich, wenn es um Einmischung in Unternehmensbelange geht. Foto: Getty Images

Hedgefonds-Gründer Paul Singer wirkt Gerüchten zufolge darauf hin, den deutschen Konzern Bayer in zwei Teile aufzuspalten. Singers Hedgefonds Elliott Management Corporation hält seit mehr als einem Jahr Anteile an dem Konzern. Das berichtet der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg und beruft sich dabei auf Informationen aus Insider-Kreisen.

Demnach fordert Singer vom Bayer-Vorstand und -Aufsichtsrat eine Auswertung, wie sich der Konzern in die Sparten Pharmazie und Agrochemie aufspalten ließe. Treffen zwischen Vertretern von Elliott und Bayer hätten allerdings noch nicht stattgefunden. Es sei auch nicht gesichert, ob Singer letzten Endes tatsächlich auf eine Spaltung des Konzerns hinarbeite, oder ob er einfach seine Anteile wieder verkaufen werde. Keine der beiden Seiten habe sich zu den Gerüchten äußern wollen, heißt es von Bloomberg.  

Erst im September hatte Bayer für rund 55 Milliarden Euro den US-Konzern Monsanto übernommen, um sein Standbein im Agrochemie-Sektor zu verstärken. Der Bayer-Aktie hat das nicht gutgetan, sie erlebte daraufhin einen Kursrutsch. Allein in den vergangenen sechs Monaten hat sie fast 36 Prozent eingebüßt. Das ganze Unternehmen zusammengenommen ist laut Bloomberg derzeit rund 59 Milliarden Euro wert.