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Auswertung zu G20-Mitgliedern „Wirtschaftliche Größe kein Indiz für attraktive Aktien“

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Ein Drittel mit sehr hoher Volatilität

Allein sieben Länder, und damit ein Drittel der G20-Mitglieder, weisen eine sehr hohe Volatilität auf: Die Türkei, Russland, Indonesien, Argentinien, Südkorea, Brasilien und China sind geprägt durch ein besonders großes Auf und Ab an den Börsen. Länder wie Großbritannien und die USA, aber auch ein weltweit breit diversifiziertes Portfolio – hier am Beispiel des MSCI World Index – haben dagegen eine deutlich geringere Volatilität.

Der deutsche Aktienmarkt (Dax) lag mit 7,41 Prozent Rendite pro Jahr über die letzten 20 Jahre und einer höheren Volatilität als beispielsweise die USA, Frankreich oder Kanada eher im Mittelfeld mit Blick auf ein optimales Rendite-Risiko-Verhältnis.

„Anleger sollten nicht nur die bisherige Wertentwicklung, sondern in erster Linie das Rendite-Risiko-Verhältnis im Blick haben“, erklärt Neumann. Im historischen Verlauf zeigt sich, dass beispielsweise die beiden renditestärksten G20-Nationen Indien und Mexiko zum Teil sehr hohe Kursausschläge verkraften mussten. Demgegenüber liefen die Märkte in Deutschland sowie weltweit in deutlich ruhigeren Bahnen:

Wertentwicklung und Volatilität der renditestärksten (Indien, Mexiko) und renditeschwächsten (China, Japan) G20-Mitglieder im Vergleich zu Deutschland und zu weltweitem Portfolio

 

Grafik: Sutor Bank

„Erst das Bündeln der einzelnen Ländermärkte führt zu einem vernünftigen Rendite-Risiko-Verhältnis. Zwar erscheint ein G20-Portfolio auf den ersten Blick attraktiv gerade aufgrund der großen Divergenz der einzelnen Märkte. Doch im Vergleich dazu bietet ein weltweit breit diversifiziertes Portfolio wie der MSCI World Index eine deutlich geringere Schwankungsbreite bei besserer Rendite“, erklärt Lutz Neumann.

„Länder wie Brasilien, Russland, Argentinien, Indonesien oder die Türkei sind regelrechte Fahrstuhl-Länder mit hohen Kursschwankungen“, erklärt Neumann. So finden sich Länder, die in einem Jahr an der Spitze des Performance-Rankings stehen, im nächsten Jahr an letzter Stelle. Bei einem Land wie Brasilien sei das besonders augenscheinlich und zeige die ganze Unberechenbarkeit der Märkte.

„Selbst weltweit stark beachtete Großereignisse wie die Fußball-WM 2014 oder die Olympischen Spiele 2016 hatten keine positiven Auswirkungen auf den brasilianischen Aktienmarkt“, sagt Neumann. Zwischen 2010 und 2015 lag der MSC Brazil Index auf Jahressicht sogar jeweils im Minus.

Rendite-Ranking der einzelnen G20-Mitglieder* im Vergleich zu weltweitem Portfolio (MSCI World) Zeitraum: 1997-2016

 

* ohne Saudi-Arabien mangels Zugriff auf valide Börsendaten; Auswertung der jeweiligen Länderindizes; Index Europa: MSCI Europe ex UK Index Grafik: Sutor Bank

„Ein weltweit breit diversifiziertes Portfolio lässt einen Anleger nicht nur aus Gründen der Stabilität ruhiger schlafen, sondern auch mit Blick auf eine ordentliche Rendite“, erklärt Neumann. Nach Ansicht von Lutz Neumann erfüllten vor allem weltweit anlegende Indexfonds diese Aufgabe, da sie obendrein kostengünstig seien.

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