Björn Drescher Ambitionitiertes Projekt für mehr Fonds-Investments

Björn Drescher: Der Gründer und Geschäftsführer von Drescher & Cie. plädiert für eine kapitalmarktorientierte Geldanlage. | © Drescher & Cie.

Björn Drescher: Der Gründer und Geschäftsführer von Drescher & Cie. plädiert für eine kapitalmarktorientierte Geldanlage. Foto: Drescher & Cie.

Das Wort Ambition meint beruflichen Ehrgeiz, ein Bestreben und kommt mir dieser Tage unweigerlich in den Sinn, wenn ich die Aktivitäten rund um „Der Zukunftsfonds“ beobachte. Was da von den Initiatoren, unter anderem Lenny Fischer und Kai Diekmann, ausprobiert wird, nenne ich mal wirklich „ambitioniert“.

Geht es doch um nicht weniger als den Versuch, die Deutschen ihre natürliche Trägheit, Verklemmung und Angst im Rahmen der Geldanlage überwinden zu lassen und aus ihnen ein Volk von Fonds freunden zu machen. Es versteht sich von selbst, dass ich dieses Ziel nicht nur begrüße, sondern jede Möglichkeit nutze, die Fondsidee und ihre Verbreitung nach Kräften zu unterstützen. Also auch diese.

Geburt eines Blockbusters?

Sollte es gelingen, den Billionen Euro schweren Markt für Einlagen und kapitalbildende Versicherungen wirklich zu knacken oder auch nur substanziell anzureißen, wäre für die Fondsbranche im Allgemeinen viel gewonnen. Eine derartige Entwicklung würde allerdings auch die berechtigte Frage aufwerfen, warum es anderen Initiatoren, Organisationen oder Unternehmen zuvor nicht gelungen ist, die Bundesbürger auf breiter Front für die Fondsanlage zu begeistern.

Wünschen wir den Protagonisten und ihren Geschäftspartnern in unser aller Interesse Erfolg. Er ist ihnen angesichts ihrer unbestrittenen Fähigkeiten zweifellos zuzutrauen. Die Zukunft wird zeigen, ob wir es mit dem anbrechenden Zeitalter finanzieller Aufklärung und der Geburt eines Blockbusters zu tun haben oder mit großem Getöse ohne nachhaltige Wirkung.