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Crashtest: Die besten Aktienfonds für deutsche Nebenwerte

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Deutsche Nebenwerte – warum dieser Markt jetzt interessant ist

Frank Hansen, Manager des Allianz RCM Nebenwerte Deutschland:

Ich gehe davon aus, dass die gegenwärtige Konjunkturerholung von Dauer ist und der neue Zyklus erst am Beginn steht. Darauf deutet unter anderem das neue Drei-Jahres-Hoch beim Ifo-Geschäftsklimaindex hin.

Bestätigt sich diese Annahme, dürften die insgesamt etwas konjunktursensitiveren Nebenwerte im Vergleich zu den Standardtiteln auch künftig vorn liegen.

Dazu passt, dass viele kleinere Firmen für das dritte Quartal hervorragende Ertragszahlen und optimistische Ausblicke präsentiert haben.

Sie sind häufig nicht nur in stark wachsenden Nischen aktiv, sondern aufgrund ihrer Spezialisierung meist auch sehr international ausgerichtet. Somit profitieren sie in starkem Maße von der wirtschaftlichen Dynamik der Schwellenländer.

Da die Titelauswahl deutlich größer ist als bei den Standardwerten, sind zudem die Chancen, mit einem aktiven Managementansatz den Vergleichsindex zu schlagen, erheblich höher.

Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet

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Das Angebot an deutschen Nebenwertefonds ist übersichtlich: Nur elf Produkte mit einem Volumen von mehr als 10 Millionen Euro stehen zur Auswahl.

Der beste davon ist der Allianz RCM Nebenwerte Deutschland. Frank Hansen managt den Fonds seit 2001 und kauft deutsche Aktien, die nicht im Dax notiert sind.

Sein Universum umfasst rund 250 Titel, aus denen er 50 bis 80 Werte nach fundamentalen Gesichtspunkten auswählt. Bei der Gewichtung von Einzeltiteln und Sektoren weicht er bis zu 10 Prozent vom M-Dax ab.

Seit Juni 2009 ist Hansen auch für den ehemaligen Cominvest-Fonds Allianz RCM Adiselect zuständig. Dort konkurriert Hansen mit einem Mix aus 60 Prozent M-Dax, 30 Prozent Tec-Dax und 10 Prozent S-Dax. Ansonsten ist der Ansatz gleich, und 2011 will AGI die Fonds voraussichtlich verschmelzen.

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Union-Investment-Manager Jürgen Hackenberg kauft mit dem zweitplatzierten Uni Deutschland XS nicht nur Extra Small, sondern auch mittelgroße Werte.

Bei den Nebenwertefonds der UBS gibt es dagegen klare Grenzen: Im UBS Equity Small Caps Germany bündelt Fondsmanager Frank Elze Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von unter 600 Millionen Euro, Benchmark ist der S-Dax.

Im UBS Equity Mid Caps wiederum, der sich am M-Dax orientiert, finden Unternehmen mit einem Börsenwert von bis zu 4 Milliarden Euro Platz.

Performance, Stressverhalten, Ratings – worauf es im Crashtest ankommt

DER FONDS hat alle deutschen Nebenwerte-Fonds geprüft, die Ende Oktober 2010 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren. Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt. Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste begrenzten. Der Rating-Vergleich schließlich bündelte die Noten von sieben Ratingagenturen. Für alle drei Kategorien gilt: Je höher der erzielte Rang, desto höher die Punktzahl. Der Spitzenreiter bekommt 100 Punkte, das Schlusslicht geht leer aus. Insgesamt kann ein Fonds auf diese Weise also maximal 300 Punkte erreichen. Nähere Details zum Crashtest finden Sie hier.

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