DSV fährt Volvo Foto: DSV/CC BY 3.0

13 Fonds im Crashtest

Die besten Fonds für skandinavische Aktien

Klein schlägt Gross: Nebenwerte bringen höhere Erträge, laufen ruhiger und erholen sich nach einem stärkeren Kurseinbruch schneller als ihre Standard-Pendants, ergab kürzlich eine Auswertung der Fondsgesellschaft Lupus Alpha. Wer eine Bestätigung sucht, muss nur nach Skandinavien blicken. Im Vergleich der Spitzenfonds lässt der SEB Nordic Small Cap bei der Wertentwicklung seine All-Cap-Konkurrenz weit hinter sich.

Im Dezember-Crashtest in der Kategorie Aktienfonds für europäische Nebenwerte schaffte es der Fonds damit auf Platz 10 – wurde daher allerdings im aktuellen Skandinavien-Ranking der Analysegesellschaft FWW nicht berücksichtigt. Bei den nordischen Spitzenreitern darf dieser Fonds aber nicht fehlen, finden wir – und nehmen ihn außer der Reihe in unsere Analyse auf.

Der Sieger des Skandinavien-Crashtests heißt DNB Nordic Equities. „Die ganze Welt im Miniaturformat“, dieser Satz bringt für Fondsmanager Øyvind Fjell die Wirtschaft in den nordischen Ländern auf den Punkt. In echte Small- und Mid-Caps investiert der Fonds auch: Bei 40 bis 45 Prozent liegt ihre Quote im Portfolio. Für Fjell gelten Firmen mit einem Börsenwert von bis zu 2 Milliarden US-Dollar als Nebenwerte. Im Durchschnitt liegt der Börsenwert der Firmen im Depot mit 16 Milliarden US-Dollar aber wesentlich höher. Ins Portfolio kommen 30 bis 50 Titel, derzeit sind es 46. Auf Fünf-Jahres-Sicht verbucht der Fondsmanager eine Wertentwicklung von 70,3 Prozent.

Für das gute Abschneiden im Krisenjahr 2020 hat Fjell eine Erklärung: Durch die Branchenvielfalt seien die nordischen Märkte sehr widerstandsfähig. Auch in kritischen Phasen gebe es in den Märkten ausreichend Liquidität. Zudem habe das Investoreninteresse an Nachhaltigkeitsthemen in den Ländern für einen Schub gesorgt. Zu den Lieblingsaktien des Fondsmanagers gehört mit Vestas Wind (7,6 Prozent) auch ein Unternehmen aus der Windkraftbranche. Weitere Top-Positionen belegen das Pharma-Unternehmen Novo Nordisk, die Logistikfirma DSV, der Autohersteller Volvo, die Biotechnologiefirma Genmab und die Lernplattform Kahoot.

Für dieses Jahr rechnet der Fondsmanager mit stabilen Märkten: „Die nordischen Länder sind hervorragend für 2021 aufgestellt und erholen sich zügig von der Corona-Rezession“, fasst Fjell zusammen. Angesichts der erwarteten Konjunkturaufhellung hat der Fondslenker sein Engagement bei Volvo und dem Bergbauunternehmen Boliden jüngst ausgebaut. In seinem Anlage-Universum von insgesamt 1.300 Titeln will er in diesem Jahr nach neuen Aktien-Perlen suchen.

Platz zwei im Crashtest geht an ein passives Produkt. Der Xtrackers MSCI Nordic ist mit 354 Millionen Euro – wenig überraschend – der größte Fonds unter den Top 3. Der ETF folgt dem Index MSCI Nordic Countries, der große und mittlere Unternehmen aus Schweden, Finnland, Dänemark und Schweden umfasst. Die Performance liegt auf Fünf-Jahres-Sicht bei 51,7 Prozent. Wie beim DNB-Erstplatzierten unter den Top 10: Novo Nordisk, Vestas Wind, DSV und Volvo.

Mehr zum Thema
16 Fonds im CrashtestDie besten globalen Aktien-Strategiefonds 22 Fonds im CrashtestDie besten europäischen Aktien-Strategiefonds 110 Fonds im CrashtestDie besten Aktienfonds für europäische Nebenwerte