EZB-Präsidentin Christine Lagarde will dafür sorgen, dass der Euro für die Zukunft gut gerüstet ist. Foto: imago images / Xinhua

Digitaler Euro

EZB startet Umfrage unter Bürgern

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer Webseite eine Umfrage zur Einführung des digitalen Euros gestartet. Darin fragt die Zentralbank Bürger, Wissenschaftler und im Finanzsektor und Behörden beschäftigte Menschen unter anderem, wie sie digitale Euros nutzen würden.

Am 2. Oktober hat die Notenbank bereits einen Bericht über die mögliche Euro-Digitalwährung veröffentlicht. Demnach können digitale Euros theoretisch wie Bargeld genutzt werden, sollen Bargeld aber nur ergänzen.

„Die Menschen in Europa bezahlen, sparen und investieren immer häufiger auf elektronischem Weg. Unsere Aufgabe ist es, das Vertrauen in unsere Währung zu sichern. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass der Euro für das digitale Zeitalter gerüstet ist. Wir sollten darauf vorbereitet sein, einen digitalen Euro einzuführen, sollte dies erforderlich werden“, sagt EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Um den digitalen Euro einzuführen, hat die EZB mögliche Szenarien entworfen. Eine erhöhte Nachfrage nach elektronischen Zahlungsmitteln im Euroraum ist ein solches Szenario. Auch eine deutlich geringere Nutzung von Bargeld für Zahlungen im Euroraum könnte laut EZB ein europäisches, risikofreies digitales Zahlungsmittel erforderlich machen. Weitere Szenarien sind die Einführung eines weltweiten privaten Zahlungsmittels, das aus regulatorischer Sicht bedenklich und mit Risiken für die Finanzstabilität und den Verbraucherschutz verbunden sein könnte, und die starke Verbreitung digitaler Währungen, die von Zentralbanken außerhalb des Euroraums emittiert werden.

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