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Lesedauer: 4 Minuten
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Emerging Markets Drei Bausteine für ein robustes Schwellenländer-Portfolio

Straße in Bangalore, Indien
Straße in Bangalore, Indien: Schwellenländer bieten angesichts günstiger Bewertungen und verbesserter Cashflows attraktive Anlagechancen. | Foto: Imago Images / robertharding

Während die Pandemie die staatliche Verschuldung in einigen Ländern drastisch in die Höhe getrieben hat, bleibt in den Schwellenländern das Verhältnis der Verschuldung zum Bruttoinlandsprodukt im Großen und Ganzen deutlich niedriger als in den entwickelten Märkten. Abgesehen von dem in China zu beobachtenden Anstieg ist die Verschuldung der Unternehmen und der privaten Haushalte in den Schwellenländern weiterhin sehr viel niedriger als in den Industrienationen. Somit haben die Schwellenländer aus unserer Sicht weit mehr Spielraum, um ihr Wachstum mit einem erhöhten Schuldenniveau zu stützen, ohne dass dies negative Auswirkungen haben muss.

Freie Cashflows zeugen von zunehmender Liquidität

Einer der Gründe, warum wir weiterhin optimistisch auf die Schwellenländer blicken, sind die Cashflows. Während der vergangenen zehn Jahre konnten die Schwellenländer im Hinblick auf die Eigenkapitalrenditen nicht mit den Industrieländern mithalten. Allerdings hat sich in diesem Jahrzehnt auch ein klarer Trend herausgebildet: Die freien Cashflows werden – sowohl absolut als auch im Verhältnis zu den Industrieländern – immer besser. Und dieser Trend hat sich während des vergangenen Jahres sogar noch beschleunigt. Unternehmen aus den Schwellenländern haben in diesem Jahr sehr viel größere Mengen an freien liquiden Mitteln erwirtschaftet, da sowohl rohstoff- als auch technologieorientierte Firmen, insbesondere in der Halbleiterbranche, eine starke Geschäftsentwicklung verzeichnen. Wir sind davon überzeugt, dass sich die steigenden Cashflows letztlich in verbesserten Eigenkapitalrenditen der Schwellenländeraktien niederschlagen werden, was wiederum deren Neubewertung anstoßen sollte.

Klimaaspekte werden immer wichtiger

Unternehmen in den Schwellenländern begegnen in vielerlei Weise der Klimakrise. Manche sind um eine umfangreiche Dekarbonisierung in emissionsreichen Sektoren bemüht, während andere durch ihre Produkte und Dienstleistungen ökologische Lösungen bereitstellen. Vor diesem Hintergrund umfasst unser Ziel, die klimabezogenen Verpflichtungen unserer Zielunternehmen zu kennen, sowohl eine lokale als auch eine globale Perspektive. Zu unserem Anlageprozess gehören Top-down-Studien zu politischen und branchenspezifischen Entwicklungen, Bottom-up-Research zu den Unternehmen sowie eine umfassende Analyse der Themen Umwelt, Soziales und Governance, was auch Klimaaspekte einschließt.

Drei Bausteine für die Kapitalanlage

Obwohl die Zentralbanken einiger Schwellenländer ihre Geldpolitik angesichts des steigenden Inflationsdrucks gestrafft haben, sind wir der Meinung, dass die lockere Geldpolitik in den meisten Märkten weiterhin einen vorteilhaften Rahmen für globale Aktien bildet. Insbesondere die Schwellenländer bieten attraktive Anlagechancen, was unter anderem auf günstige Bewertungen und die Verbesserung der Cashflows zurückzuführen ist.

Aktien aus den Schwellenländern werden gegenüber den Industrieländern weiterhin zu einem Abschlag gehandelt, obwohl ihr Wachstumspotenzial groß ist und hinsichtlich der Aufnahme von Krediten noch Spielraum besteht. In Osteuropa und Lateinamerika sind die Bewertungen sogar noch niedriger – und nicht nur auf absoluter Basis, sondern auch im Vergleich zu den jeweiligen historischen Niveaus. Lateinamerika ist reich an natürlichen Ressourcen und dürfte von dem Rohstoffboom profitieren, der im Zuge der Erholung von der Pandemie stattfindet. Die Preise der meisten Rohstoffe sind gestiegen, was die Wirtschaft der betreffenden Regionen anschiebt und unter anderem eine Verbesserung der Terms of Trade mit sich bringt. Auch die osteuropäischen Länder, vor allem Russland, produzieren wichtige Rohstoffe wie beispielsweise Nickel und Aluminium, und Russland ist nicht zuletzt eines der führenden ölerzeugenden Länder.

Unser langfristiger, fundamental ausgerichteter Bottom-up-Anlageansatz für die Schwellenländer wird von drei Bausteinen gestützt. Der erste Baustein sind strukturelle Chancen. Wir wollen uns langfristige strukturelle Trends zunutze machen, wie etwa die demografische Entwicklung, Technologie und Konsum. Aus dem Rahmen dieser strukturellen Chancen ergibt sich nachhaltige Ertragskraft als unser zweiter Baustein. Wir wollen Aktien von Unternehmen mit langfristigem Ertragspotenzial zu einem Abschlag gegenüber ihrem inneren Wert kaufen. Unter dem dritten Baustein verstehen wir Stewardship: Wir als Anleger wollen durch unsere Beziehungen und unseren Dialog mit den Unternehmen zur Förderung positiver Veränderungen beitragen.

Grafik: Steigende freie Cashflows in den Schwellenländern

Wichtige rechtliche Hinweise:

Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des Kapitals.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei diesem Dokument um allgemeine Werbeinformationen handelt und nicht um eine vollständige Darstellung oder Finanzanalyse eines bestimmten Marktes, einer bestimmten Branche, eines bestimmten Wertpapiers oder eines oder mehrerer aufgelisteter Investmentfonds. Franklin Templeton Investments veröffentlicht nur produktbezogene Informationen und gibt keine Anlageempfehlungen.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.
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