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Senioren in den eigenen vier Wänden: Nicht alle deutschen Immobilienbesitzer im Rentenalter können aus dem Vollen schöpfen. | © rawpixel.com

Finanzielle Sorgen im Alter Wenn das Vermögen in Betongold gebunden ist

Mehr als ein Drittel der deutschen Eigenheimer sitzen auf ihren Vermögenswerten fest und leiden teilweise unter finanziellen Engpässen im Alter. Das zeigt eine aktuell durchgeführte Umfrage der Gesellschaft für Immobilienverrentung (Degiv) in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork.

Der Studie zufolge beschreiben 10,2 Prozent der befragten Senioren ihre finanzielle Situation trotz Immobilienbesitz sogar als angespannt. Dieses Zehntel der Befragten kann nur selten Freizeitangebote wahrnehmen. Einige von ihnen haben nach eigenen Angaben auch zu wenig Geld für eine adäquate Arzt- und Pflegeversorgung.

Auf der anderen Seite können sich 28,5 Prozent der Immobilieneigentümer praktisch alles leisten. Weitere 35 Prozent erklären, dass ihnen hin und wieder Geld fehlt und sie genau kalkulieren müssen. Für Arzt- und Pflegekosten reicht es zwar. Bei Reisen und Kulturveranstaltungen müssen sie aber oftmals Abstriche machen.

Vermögen in Betongold gebunden

Mesut Yikilmaz, Degiv

„Gerade in Großstädten kann die Diskrepanz zwischen Immobilienwerten und verfügbarer Rente durch die stark gestiegenen Immobilienwerte eklatant sein“, erklärt Degiv-Geschäftsführer Mesut Yikilmaz. „Teilweise reichen die finanziellen Mittel nicht für den adäquaten Lebensunterhalt – der eigentlich mit Blick auf die Vermögenswerte möglich wäre.“

Aber das Vermögen sei in Betongold gebunden. Als Lösung für die fehlende Liquidität komme für immer mehr Menschen die Immobilienverrentung in Frage. „Die Verrentung der Immobilie eignet sich für Eigentümer ab 65 Jahren, die entweder verschuldet sind, eine geringe Rente beziehen oder ihr Haus nicht vererben wollen oder können“, so Yikilmaz.

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