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Berliner Musiker geben während der Corona-Pandemie ein Balkon-Konzert: Viele Menschen nehmen offenbar die Krise zum Anlass, Geld am Kapitalmarkt zu investieren. | © imago images / Martin Müller Foto: imago images / Martin Müller

Flut von Depoteröffnungen

„Am Markt herrscht Bullen-Stimmung“

Martin Steinmeyer
Foto: Netfonds

„Das Bild ist bombastisch“, sagt Martin Steinmeyer. Der Netfonds-Vorstand war aus einem mehrmonatigen Sabbatical zurückgekehrt, aufgrund der Corona-Epidemie einen Monat früher als geplant. Zum Wiedereinstieg hörte er sich unter Beratern und hiesigen Depotbanken um.

Es herrsche aktuell eine überaus bullishe Marktstimmung Markt, schildert Steinmeyer seine Beobachtung. Depotbanken verzeichneten aktuell eine wahre Flut an Anträgen auf Depoteröffnungen. Alle Häuser, mit denen der Netfonds-Vorstand in jüngster Zeit gesprochen hat, berichten davon übereinstimmend.

„Die Depotbanken haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Ende Februar und im März etwa 70 Prozent mehr Anträge erhalten“, so Steinmeyer. Bei Fondsdiscountern habe er dasselbe beobachtet. „Ich bin begeistert, dass die Menschen, die sich ernsthaft mit Krisen auseinandersetzen, auch die Chancen erkennen und nutzen wollen.“

„Ideales Umfeld für Berater“

Offenbar nehmen viele Verbraucher die Kurseinbrüche, die die Ausbreitung des Corona-Virus weltweit begleiteten, zum Anlass, um neu in den Kapitalmarkt einzusteigen. Die Netfonds-Berater würden von Anfragen regelrecht überrannt, berichtet Steinmeyer. Bei einigen Depotbanken verzögere sich angesichts des großen Interesses die Bearbeitung, eine Depoteröffnung könne aktuell bis zu zwei Wochen Bearbeitungszeit verschlingen.

Die Initiative gehe im aktuellen Fall nicht nur von Finanzberatern aus, schätzt Steinmeyer. Besonders bemerkenswert ist, dass die Verbraucher selbst großes Interesse an der Geldanlage signalisierten und aus eigenem Antrieb tätig würden. Für Berater biete diese Voraussetzung ein ideales Umfeld.

Die Netfonds-Berater, mit denen er gesprochen habe, rieten ihren Kunden aktuell sehr häufig zu einer Drittel-Strategie, verrät Steinmeyer: Ein Drittel des Geldes fließt sofort in eine Einmalanlage, ein weiteres Drittel befüttert einen Sparplan. Das verbleibende anzulegende Drittel wird für einen günstigen Zeitpunkt in der Zukunft zurückgelegt.  

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