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Hauptquartier des Energienunternehmens in EON Essen: Infrastrukturanlagen versprechen schwankungsarme Investments. | © Getty Images Foto: Getty Images

Fondsperle M&G Global Listed Infrastructure

Neue Wege in der alten Welt

Von Nachhaltigkeit hält Alex Araujo viel. Sein jüngster Zukauf ist der deutsche Energiekonzern E.ON. Dessen Management hat im Oktober Produktionsanlagen für Ökostrom an den Konkurrenten RWE verkauft und will sich in Zukunft auf den Netzausbau und Vertrieb erneuerbarer Energien konzentrieren. „Die Dividenden von E.ON steigen seit Jahren, derzeit beträgt die Rendite knapp 5 Prozent“, sagt Araujo zur Investitionsentscheidung.

Alex Araujo managt den M&G Global Listed Infrastructure
Foto: Daniel Lewis

Um dem Wachstum digitaler Dienstleistungen und Hochgeschwindigkeitsnetze gerecht zu werden, muss sich die Infrastruktur ständig weiterentwickeln. „Dementsprechend erweitern wir unser Anlageuniversum um vielversprechende Trends“, sagt Araujo. 42 Titel hält der Manager in seinem 70 Millionen Euro schweren M&G Global Listed Infrastructure, die meisten davon sind Large Caps. Frankreichs Baukonzern Vinci ist mit 4,5 Prozent am stärksten vertreten.

An zweiter und dritter Stelle folgen mit je 4,0 Prozent der in Rom ansässige Energiekonzern Enel und die spanische Baufirma Ferrovial. Im Länder-Portfoliomix des M&G Global Listed Infrastructure dominieren mit 29 Prozent eindeutig die USA. Der Pipeline-Betreiber Oneok ist mit 3,5 Prozent im Fonds vertreten.

„Die USA bieten Investitionsmöglichkeiten, die ihresgleichen suchen. Darunter befinden sich auch klassische Infrastrukturunternehmen aus dem Eisenbahn- und Pipeline-Sektor. Gleichzeitig setzt der Gesetzgeber Anreize für Investitionen; die regulatorischen Rahmenbedingungen sind also gut“, erklärt Araujo.

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In Schwellenländern investiert der Fondsmanager im Gegensatz zu den USA und Europa nur in geringem Maß. Ihr Portfolioanteil liegt bei unter 10 Prozent. „Wir engagieren uns dort aber indirekt über Unternehmen aus Industrieländern. American Tower ist beispielsweise ein in den USA ansässiges Unternehmen, dessen Geschäftsmodell auf der zunehmenden Nutzung mobiler Daten in Lateinamerika, Afrika und Asien fußt. Es besitzt mehr Kommunikationstürme in Indien als in den USA“, sagt Araujo.


Jüngst hat sich Araujo von Hopewell Highway getrennt, einer Straßenbaueinheit der an der Hongkonger Börse notierten Hopewell Holdings. „Ich hatte keine Zweifel an der Geschäftsentwicklung, Hopewell Highway engagiert sich im Perl flussdelta, der wirtschaftlich stärksten Region Chinas. Es gab aber Unklarheiten, was die strategischen Absichten eines neuen Aktionärs angeht“, erläutert Araujo. Also hat er verkauft.

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