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Nicht nur dynamische Renditen: ETF-Anleger lassen sich von Kosteneffizienz, Transparenz und Einfachheit bei den Produkten überzeugen. | © Getty Images

Gemanagte ETF-Portfolios

Hohe Mittelzuflüsse bei ETFs und BMIPs

Internetnutzer tippen den Suchbegriff „ETF“ mittlerweile häufiger als „Fonds“ oder „Tagesgeld“ in ihre bevorzugte Suchmaschine ein. Der vielbeachtete Indikator Google Trends attestiert ETFs kontinuierlich zunehmende Beliebtheit.

ETFs sind darüber hinaus auch in den Depots deutscher Privatanleger angekommen: Die Anlageklasse verbucht hohe Mittelzuflüsse. So ist das Anlagevolumen einer aktuellen Untersuchung des Extra-Magazins (siehe Grafik 1) bei ausgewählten Banken zufolge gegenüber dem Jahr 2014 um mehr als 350 Prozent auf mittlerweile 26,7 Milliarden Euro geklettert. Diese Banken, zu denen in Deutschland Comdirect, Commerzbank, Consorsbank und DAB, DKB Bank, finanzen.net Broker, eEbase, Finvesto, Flatex, ING und Onvista Bank gehören, führen inzwischen monatlich annähernd 1,1 Millionen ETF-Sparpläne aus.

Grafik 1: ETF-Anlagevolumen bei ausgewählten Banken in Deutschland (in Milliarden Euro)

Quelle: Extra Magazin, www.extra-funds.de. Stand: 30.09.2019. Die Zahlen basieren auf Daten von ausgewählten Banken in Deutschland: Comdirect, Commerzbank (ab 01/16), Consorsbank inklusive DAB, DKB Bank, finanzen.net Broker, Ebase, Finvesto (ab 01/17), Flatex, ING, Onvista Bank.

ETF-Sparer lassen sich vor allem durch Kosteneffizienz, Transparenz und Einfachheit der Produkte überzeugen. Positive Berichte von Presse und Verbraucherschützern tragen gleichermaßen zur hohen Akzeptanz der Spar-Alternative ETF bei.

Die Beschränkungen von ETFs überwinden

ETFs können jedoch Dreierlei nicht: Sie berücksichtigen weder ausreichend Anlagementalität und Ziele noch spiegeln sie wirtschaftliche Entwicklungen wider. Und sie managen keine Risiken. Diese Schwächen kompensieren aktiv gemanagte ETF-Portfolios wie die BlackRock Managed Index Portfolios (BMIPs). Sie bündeln die Vorteile von ETFs und einer aktiven Vermögensallokation. Anlegern stehen dabei – je nach Risikoneigung – vier verschiedene Fondstypen offen. Während die Variante „Defensive“ (für Anleger mit ausgesprochen geringer Risikoaffinität) überwiegend auf Anleihen setzt, arbeitet „Growth“ (für Investoren mit hoher Risikoneigung) hauptsächlich mit Aktien und zu geringeren Teilen mit Anleihen und alternativen Anlagen im Portfolio.

Mithilfe der BMIPs können Anleger mit einer WKN in derzeit sieben Anlageklassen, 29 ETFs und Indexfonds und darüber hinaus mehr als 7.500 unterliegende Aktien und Anleihen investieren. Sie umfassen die Bereiche Industrieländer (mit Titeln, zu denen zum Beispiel das Tech-Unternehmen Apple gehört), Schwellenländer (etwa das Internetkonglomerat Tencent), Staatsanleihen (darunter Deutschland), Unternehmensanleihen mit guter Bonität (der Bierbrauer Anheuser-Busch als Beispiel), alternative Anlagen (etwa Gold), Hochzinsanleihen (unter anderem der Streaming-Dienst Netflix) und Schwellenländeranleihen (zum Beispiel China).

Bessere Performance als die Morningstar-Vergleichsgruppe

Die Mitte 2015 aufgelegten BlackRock Managed Index Portfolios „Defensive“, „Moderate“ und „Growth“ sowie der Anfang 2018 gestartete BMIPs „Conservative“ performen mit Blick auf ihre historische Wertentwicklung (Stand 30. September 2019) teils deutlich oberhalb des Niveaus der jeweiligen Morningstar-Vergleichsgruppe (siehe Grafik 2).

Grafik 2: Historische BMIPs-Performance

Ob „Defensive“ oder „Growth“ – alle vier BMIPs-Varianten entwickelten sich in den vergangenen Jahren deutlich besser als die Morningstar-Vergleichsgruppe (grüne Kurve). Stand 30. September 2019. Quelle: BlackRock.

Erfolgversprechend wirkten sich im Jahr 2019 bisher insbesondere die hohe Aktiengewichtung sowie die Investition in Staatsanleihen von hoher Qualität aus – ebenso das Durations-Management sowie die Goldposition. Leicht negativ rentierte hingegen das Exposure in Schwellenländeraktien, bei allerdings geringer Allokation. Zuletzt wurden in den Schwellenländern indes verstärkt Positionen aufgebaut. Darüber hinaus beeinträchtigte die konzeptionsbedingt erfolgte partielle Absicherung von Fremdwährungen das Ergebnis.

Ausblick auf 2020

Die laufende Rally an den Börsen bietet Anlegern Chancen. Welche Gewichtungen im Portfolio sind derzeit sinnvoll? Die BMIPs-Allokation von BlackRock sieht Folgendes vor:

  • Tendenziell höhere Aktienquoten im Portfolio bieten Chancen: Anleger können vom aktuellen Bullenmarkt profitieren.
  • Investoren sollten auf die Qualität von Länderallokationen achten: Beispielsweise durch die Allokation in US-Aktien oder den Schweizer Aktienmarkt und durch Investition in die Faktoren Quality und Minimum Volatility.
  • Staatsanleihen: Sie dürften eine hohe qualitative Positionierung erfahren.
  • Anleihen profitieren von einem aktiven Durations-Management: Als Abpufferung von Aktienrisiken mit aktuell eher längerer Duration.
  • Alternative Investments: Erhöhung der Portfoliodiversifikation, beispielsweise Gold.

Warum BMIPs-Anlagen nicht nur kostengünstig sind, einen guten Track Record aufweisen und transparent sind, lesen Sie hier.

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