Blackrock zum Konjunkturrückgang So sichern Anleger ihr Depot

Notenbank in Washington, D.C.: Die Geldpolitik der USA entscheidet mit darüber, ob es zu einer Rezession kommt. | © Getty Images

Notenbank in Washington, D.C.: Die Geldpolitik der USA entscheidet mit darüber, ob es zu einer Rezession kommt. Foto: Getty Images

Ein langer Zyklus scheint sich dem Ende zuzuneigen: Die Wachstumsaussichten haben sich weltweit verschlechtert, viele Unternehmenszahlen enttäuschen – und bei Anlegern geht die Rezessionsangst um. Dabei setzt erst einmal ein Fluchtreflex ein. Allerdings geht es beim Aufbau widerstandsfähiger Depots um mehr als nur Risikovermeidung.

Anleger, die sich im Spätzyklus zu defensiv positionieren und vielleicht ganz oder größtenteils aus vermeintlichen Risikoanlagen wie Aktien aussteigen, setzen sich ebenfalls einem ganz entscheidenden persönlichen Risiko aus. Denn gerade so eine defensive Positionierung kann es unmöglich machen, langfristige Ziele zu erreichen. Doch gerade darauf kommt es an. Deshalb sollten Anleger Risiken und Chancen genau abwägen.

Anleihen als Stoßdämpfer immer wichtiger

Zwar gibt es aus der Vergangenheit keine Garantie für künftige Entwicklungen – aber doch wichtige Hinweise. Aus unserer Sicht erklären die wachsenden Unsicherheiten an den Kapitalmärkten und die strafferen Finanzierungsbedingungen die positive Korrelation zwischen Aktien- und Anleiherenditen. Was heißt das für langfristig orientierte Portfolios, die in schwierigen Zeiten widerstandsfähiger werden sollen?

Anleihen dürften nach Meinung von BlackRock in 2019 als Schockdämpfer für Portfolios wichtiger werden. Das wiederum spricht für einen ausgeglichenen Ansatz, der Staatsanleihen als Puffer nutzt. Gleichzeitig können Anleger diese mit aussichtsreichen Engagements kombinieren, die ein chancenreiches Risiko-Rendite-Potenzial aufweisen – ganz im Sinne der sogenannten Barbell-Strategie. Diese verfolgt das Ziel, bei Investitionen in Anleihen insgesamt einen höheren Zinsertrag zu erwirtschaften, ohne dabei das Risiko zu erhöhen.

Auf der Aktienseite hingegen ist natürlich Umsicht gefragt: Der Faktor „Quality“ hat in früheren Abschwungphasen andere Aktienstilfaktoren hinter sich gelassen, was auch die nachfolgende Grafik zeigt:

                                            Quellen: BlackRock Investment Institute mit Daten von Bloomberg, November 2018.

Derzeit werden Qualitätsaktien von vielen Managern flexibler, aktiver Aktien- und Multi-Asset-Fonds bevorzugt. Ein Beispiel, bei dem das transparent wird, sind die aktiv gemanagten Blackrock Managed Index Portfolios. Um aussichtsreiche Wertpapiere im Sinne der Barbell-Strategie in die Portfolios beizumischen, nutzen Fondsmanager von Blackrock Aktien aus Schwellenländern.

Was Anleger 2019 vermeiden sollten

Bleibt abschließend noch ein Blick darauf, was Anleger nach Meinung der BlackRock-Experten 2019 meiden sollten, wenn sie Wert auf widerstandfähige Portfolios legen: Anlagen mit begrenztem Aufwärtspotenzial bei steigenden, aber mit heftigem Verlustpotenzial bei fallenden Märkten. Viele Unternehmensanleihen und europäische Vermögenswerte fallen in diese Kategorie.