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Goldexperte von C-Quadrat Langfristiger Trendwechsel beim Goldpreis

Goldmine im Sudan: Auf die Margen von Minenunternehmen dürfte ein steigender Goldpreis besonders durchschlagen, meint Goldfonds-Manager Andreas Böger. Foto: Getty Images
Goldmine im Sudan: Auf die Margen von Minenunternehmen dürfte ein steigender Goldpreis besonders durchschlagen, meint Goldfonds-Manager Andreas Böger. Foto: Getty Images

Der Rückgang der realen Zinsen, sowie das wachsende Gegenparteirisiko bei Banken und Staaten, dürften den Goldpreis weiter stützen. Für viele Anleger bedeutet Gold Sicherheit. Und wenn die Kurzfristzinsen negativ sind, gehen mit Geldmarktanlagen Verluste einher. Bei Gold ist das in der Regel nicht der Fall. Und die Zweifel der Marktteilnehmer wachsen, dass das Zinsniveau sich auf lange Sicht normalisieren wird. Davon dürfte das gelbe Metall profitieren. 

Minenunternehmen haben ihre Kosten im Griff

Auf die Margen von Goldminenunternehmen dürfte ein steigender Goldpreis besonders durchschlagen, denn die Minenunternehmen haben ihre Kosten im Griff. Stark steigende Kosten wie in der Vergangenheit – als der aus China getriebene Boom bei Anlageinvestitionen die Produktionskosten verteuerte – sollten ausbleiben. Die Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums wirkt nunmehr dämpfend.

Der steigende Goldpreis der vergangenen Monate hat einmal mehr die negative Korrelation zu anderen Kapitalanlagen bestätigt. Setzt sich die jüngste Entwicklung fort, so könnten mehr und mehr Investoren auf den Zug aufspringen, was dann selbstverstärkend wirken und einen langfristigen Trendwechsel einleiten könnte.

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