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Risikomanager verrät

Mit diesem Modell werden Schwarze Schwäne zum kalkulierbaren Risiko

Seltene und extreme Ereignisse fachgerecht zu adressieren, ist ein Grundpfeiler professionellen Risikomanagements. Standardmethoden versagen jedoch im entscheidenden Moment. Die Schuld wird dann bei „Schwarzen Schwänen“ gesucht. Extremwertmodelle erlauben hingegen das extreme Verlustrisiko einzuschätzen, und entlarven viele vermeintlich Schwarze Schwäne als kalkulierbares Risiko.

Wie viele Tage haben Ihr Leben nachhaltig beeinflusst? Jeder zweite? Einer pro Woche? Wohl kaum. Entscheidende Ereignisse, wie der Schulabschluss, die Hochzeit oder die Geburt der Kinder, sind vor allem durch Seltenheit geprägt. Im täglichen Leben würden Sie wohl kaum auf die Idee kommen, Ereignissen aufgrund ihrer Seltenheit weniger Aufmerksamkeit zu schenken.

Durchschnittswerte sind für die Messung von Extremrisiken irrelevant

Die Bewertung von Portfoliorisiken erfolgt dagegen häufig auf Basis von Durchschnittswerten. Diese sind für die Messung von Extremrisiken aber irrelevant. Kennzahlen, wie die Volatilität und der Value-at-Risk, werden als Synonym für Risiko akzeptiert, obwohl sie extreme Verluste konstruktionsbedingt ausblenden.

Bildlich gesprochen durchquert ein auf Volatilität aufbauendes Risikomanagement täglich einen durchschnittlich 1,0 Meter tiefen Fluss ohne Schwimmweste. Und geht dann alle paar Schritte (oder alle paar Jahre im Zuge einer drastischen Marktkorrektur) böse baden.

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