Themen
TopThemen
Fonds
Fondsvergleich Märkte Finanzberatung
Versicherungen
Boulevard
Experten
Denker der Wirtschaft
Krypto
Services
Academy Newsletter Veranstaltungskalender
Demonstration gegen die Regierung am 12. Juni 2019 in Hongkong, China: Zahlreiche geopolitische Konflikte sorgen für eine schwächelnde Konjunktur.  | © Getty Images

Sorge um die Konjunktur

Wie AB mit Multi-Asset-Strategien für Stabilität sorgen will

Karen Watkin, Portfoliomanagerin Multi-Asset Solutions beim Vermögensverwalter AllianceBernstein (AB)

Zahlreiche geopolitische Konflikte sind nach wie vor ungelöst, darunter die laufenden Demonstrationen in Hongkong, eine leichte Zunahme der Möglichkeit eines harten Brexits und ein möglicher Handelskrieg zwischen den USA und der Europäischen Union. Vor allem die Unsicherheit über die Einzelheiten eines Abkommens zwischen den USA und China dürfte die Marktvolatilität weiter befeuern. Vor diesem Hintergrund erwartet der Markt zunehmend weitere geldpolitische Unterstützung. Die längerfristige Wirksamkeit der geldpolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Konjunkturschwäche bleibt jedoch fraglich. In China üben die Strafzölle weiteren Druck auf das ohnehin schon rückläufige Wirtschaftswachstum aus und es sind bereits zusätzliche Impulse zur Abfederung der potenziellen Auswirkungen gesetzt worden.

Angesichts dieses Umfeldes sollten Anleger ihre Engagements genau prüfen. Aus Multi-Asset-Perspektive sind drei Eigenschaften gegenwärtig besonders vielversprechend:

1. Der Hochzinssektor ist vor allem dann ein empfehlenswerter Diversifizierer innerhalb der Risikoaktiva, wenn sich das Wachstum verlangsamt, aber nicht zusammenbricht.

2. Hochwertige Aktien: Ein volatileres Marktumfeld bei Aktien rechtfertigt einen risikobewussteren Ansatz. Anleger sollten sich bei Aktieninvestments auf qualitativ hochwertige Unternehmen mit soliden Bilanzen und stabilen Cashflows, mehr Stabilität und weniger Marktrisiken konzentrieren.

3. Der Immobiliensektor ist weniger anfällig für anhaltende Handelsspannungen, globale Immobilien sind ein Beispiel dafür. Auch wenn die Immobilienbewertungen langfristig etwas ambitioniert erscheinen, sind sie für die Zeit nach der Krise nahezu normal. Die Stärke des Arbeitsmarktes, der den Verbraucher vor allem in den USA trägt, dürfte ebenfalls zur Stützung des Marktes beitragen. Vorzugs-REITs (Real Estate Investment Trusts) bieten besonders interessante Renditen, einen sichereren Rang in der Kapitalstruktur und eine typischerweise geringere Volatilität als Stammaktien-REITs.

Chancen finden sich auch bei US-Finanztiteln, die relativ immun gegen Handelsprobleme sind und das Potenzial haben, von einer steileren Zinsstrukturkurve zu profitieren, wenn die Fed lockert.

nach oben