Bafin-Sitz in Bonn: Vermittler mit Erlaubnis nach 34f und 34h Gewerbeordnung sollen ab 2021 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beaufsichtigt werden. Bisher sind Industrie- und Handelskammern oder örtliche Gewerbeämter zuständig. | © imago images / Schöning Foto: imago images / Schöning

SPD Bayern zur Bafin-Aufsicht

Antwort auf Brandbrief von 34f-Vermittler

Mein Name ist Udo Heißwolf. Ich bin seit 17 Jahren Finanzanlagenvermittler“, begann der offene Brief, den ein 34f-Vermittler vor Kurzem an die SPD sendete (DAS INVESTMENT berichtete). Der Brief war sowohl an die SPD auf Bundesebene als auch an die SPD Bayern adressiert, wo Vermittler Heißwolf zu Hause ist.

Er übe seine Tätigkeit „mit Herzblut“ aus, hieß es in dem Schreiben. Allerdings mache es ihm die Regulierung zunehmend schwerer, den Berater-Beruf auszuüben. Die Corona-Krise mache die Situation zusätzlich katastrophal. Heißwolfs Kernanliegen: Die geplante Bafin-Aufsicht für sein Vermittler-Segment, also Vermittler mit Gewerbeordnungslizenz nach Paragraf 34f, sei teuer und bringe keine Vorteile. Sie drohe viele 34f-Vermittler aus dem Markt zu drängen. Der Brief endete mit drei Fragen:  

  • Wie sehen Sie die Situation, und was können Sie mir auf meine Ausführung antworten?
  • Wer hat welchen Vorteil durch den Wechsel der Aufsicht?
  • Selbst wenn es Vorteile gäbe: Würden diese die zu erwartenden Nachteile rechtfertigen?

Heißwolf, der mit seinem Vermittlungsunternehmen in Schwaig bei Nürnberg ansässig ist, hatte das Schreiben an die SPD adressiert: Es ist bekannt, dass die Bafin-Aufsicht von 34f-Vermittlern innerhalb der Großen Koalition vor allen Dingen auf die Initiative des Koalitionspartners SPD zurückgeht.

Aus Berlin sei bis heute keine Reaktion gekommen. Allerdings habe er kurz vor Ostern Antwort von der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag erhalten, berichtete der Fondsspezialist jetzt.

Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Landtagsabgeordneten Alexandra Hiersemann hat sie verfasst. Lesen Sie hier den Brief im Wortlaut.

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