Dirk Bednarz, Vorstand der Kommalpha

Dirk Bednarz, Vorstand der Kommalpha

Studie: Hohes Interesse von institutionellen Investoren an Infrastruktur

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Institutionelle Investoren zeigen starkes Interesse an Infrastrukturinvestments, heißt es in einer aktuellen Studie von der Beratungsgesellschaft Kommalpha. 68 Prozent der 121 befragten institutionellen Anleger messen der Anlageklasse eine hohe bis sehr hohe Bedeutung bei.

Infrastrukturinvestments: rentabel und risikoreich

„Investments in Infrastruktur gewähren einen direkten Besitz an Sachwerten und eine erwartete Rendite in Form von stabilen, inflationsausgleichenden Cash-Flows“, schrieb Svein Gjedrem (61) noch in seiner Funktion als norwegischer Zentralbankschef. In Zukunft wird er als Chief Adviser die Geschicke des zweitgrößten Fonds der Welt, dem norwegischen (Staats-)Ölfonds, lenken. Er will das Fondsvermögen künftig neben Aktien und Anleihen auch verstärkt in Sachwerte anlegen.

Ähnliches verbinden die Befragten der Kommalpha-Studie mit Infrastrukturinvestments: 11 Prozent sehen sehr hohe, 76 Prozent hohe und nur 13 Prozent geringe Gewinnchancen.

59 Prozent der Befragten schätzen das Risiko von Infrastrukturinvestments als hoch ein, 41 Prozent sehen geringe Risiken.

Als Vorteile von Infrastrukturinvestments sehen die Befragten Diversifikation, Stabilität der Cash Flows und transparente Kostenstrukturen – zudem seien sie ein Baustein für ein effektives Risikomanagement. Geografisch sehen die meisten Investoren die größten Chancen für ihr Portfolio in Schwellenländern wie Indien (78 Prozent) und China (57 Prozent).

„Die staatlichen Budgets sind, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Verschuldung, vielfach nicht ausreichend, um den Investitionsbedarf zu decken. Die Finanzierung durch private und institutionelle Anleger wird folglich einen höheren Stellenwert erhalten“, sagt Dirk Bednarz, Vorstand der Kommalpha.

Die Studie finden Sie hier.

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