Markus Merkel (Gastautor)Lesedauer: 3 Minuten

Vermögensverwalter Markus Merkel Die Anlageklasse Kunst in Zeiten der Corona-Krise

Banksy-Ausstellung in Prag: Auch Kunst ist eine Anlageklasse
Banksy-Ausstellung in Prag: Auch Kunst ist eine Anlageklasse | Foto: imago images / CTK Photo

„Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu.“ Hat der US-amerikanische Schauspieler Danny Kaye zurecht nicht auch an Kunstgegenstände gedacht? Nüchtern betrachtet und in krisenhaften Zeiten wie derzeit sicherlich.

So hatte der US-Ökonom John Exter (1910 - 2006) eine inverse Pyramide gängiger Vermögensklassen entwickelt, in der unsichere und volatile Vermögenswerte wie Kunst, Derivate oder unbesicherte Pensionsansprüche ganz oben stehen.

Markus Merkel, Steinbeis & Häcker Vermögensverwaltung
Foto: Steinbeis & Häcker Vermögensverwaltung

Diese Vermögenswerte versprechen nur in Phasen mit hoher Liquidität und günstiger allgemeinwirtschaftlicher Entwicklung bzw. Stimmungslage eine positive Wertentwicklung. Gegenwärtig wird Kunst als Investment somit eher riskanter.

Wir bei Steinbeis & Häcker agieren der Struktur der uns anvertrauten Gelder nach als institutionell geprägter Asset Manager und bieten unseren (semi-)institutionellen Mandanten wie auch Privatkunden Zugang zu hochliquiden Qualitätswerten der Realwirtschaft. Eine Diversifikation in illiquide Anlagekategorien wie eben Kunst ist zur Erreichung der Anlageziele somit primär nicht erforderlich.

Gleichwohl bedienen wir aus unserem internationalen Netzwerk heraus und im Sinne eines Family Offices gegebenenfalls auch den Wunsch nach Anlagemöglichkeiten im Kunstmarkt. Mit dem Kauf z.B. einer Bronzeskulptur erwirbt man immerhin mindestens den Materialwert verbunden mit der emotionalen Gratis-Dividende eines Wohlfühlfaktors.

Mehr noch als andere Marktplätze gilt für den Kunstmarkt „it´s people´s business“ und die Lockdown-Maßnahmen treffen dieses Wirtschaftssegment mit besonderer Härte. Künstlern fehlt angesichts abgesagter Vernissagen und verschobener Ausstellungen der Zugang zu Sammlern bzw. Käufern und der Versuch der Galerien in die digitale, virtuelle Welt des Internets auszuweichen, erweist sich als nicht zielführend.

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